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rochuswolff.de
[i:rrhoblog] : gender trouble

genderblog wieder online

· Dienstag, 6. Dezember 2005 [W] · 02:02 Uhr ·
abt. für gender trouble

so. das genderblog ist wieder da. hoffentlich bleibt es auch online. referer-spammer, ihr stinkt!

bereu auch du

· Mittwoch, 23. November 2005 [W] · 15:18 Uhr ·
abt. für gender trouble

nein, nicht nur will der vatikan bestimmen, welche sexuelle Ausrichtung sich die Kandidaten für den Rest ihres Lebens verkneifen müssen, nein herrn ratzingers meinung nach sind homosexuelle einfach unreif:

Als Begründung heißt es in dem Dokument: Homosexuelle würden nicht die für den Priesterdienst notwendige spezielle Gefühlsreife mitbringen.

eine chance aufs priesteramt haben nur noch, so schreibt die tagesschau, "bereuende homosexuelle". äh, ja.

natürlich ließe sich jetzt leicht was zur speziellen gefühlsreife von papst ratze schreiben. lassen wir aber. stattdessen ein aufruf: wir brauchen entschieden mehr bereuende heterosexuelle! diese perversion muß ein ende haben!

theory!

· Donnerstag, 3. November 2005 [W] · 18:25 Uhr ·
abt. für gender trouble

quizilla nervt ja eigentlich, aber ausnahmsweise, weil feministe es anregt:

theory slut

You are a Theory Slut. The true elite of the postmodernists, you collect avant-garde Indonesian hiphop compilations and eat journal articles for breakfast. You positively live for theory. It really doesn't matter what kind, as long as the words are big and the paragraph breaks few and far between.

What kind of postmodernist are you!?

merkel, kirchhof und die familienpolitik

· Dienstag, 6. September 2005 [W] · 13:24 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für schamlose selbstdarstellung

schamloses selbstreferenzieren galore. read this: merkel, kirchhof und die familienpolitik im genderblog.

(okay, da ist dann das hier inhaltlich kein wunder mehr.)

hello kitty ist schon wieder 30

· Donnerstag, 18. August 2005 [W] · 17:25 Uhr ·
abt. für gegebene anlässe , abt. für gender trouble

ewig jung: hello kitty ist zwar schon im november 30 geworden, jetzt aber eben nochmal - and these are the pictures to prove it. die junggebliebene katzendame räumt im übrigen weiterhin mit dem patriarchat auf, vielleicht, irgendwie. (neuer link via feministing)

lesen unter der geschlechterperspektive

· Freitag, 10. Juni 2005 [W] · 12:14 Uhr ·
abt. für gender trouble

die signale weisen auf ein interessantes promotionsprojekt hin und verbinden dies mit einer bitte um beteiligung:

In meiner Promotionsarbeit untersuche ich die emotionale Beteiligung beim Lesen von narrativen Texten unter der Geschlechterperspektive. Dabei schaue ich mir an, ob sich Frauen und Männer (oder Individuen mit instrumenteller oder expressiver Orientierung unabhängig von ihrem biologischen Geschlecht) jeweils unterschiedlich in fiktionale und non-fiktionale Texte einfühlen.

An mehreren deutschen Universitäten konnte ich bereits zahlreiche Studentinnen für meine Studie gewinnen. Männer waren bisher leider kaum in der Untersuchung vertreten. Es ist offensichtlich ausgesprochen schwierig, Männer zur Lektüre von Erzähltexten zu bewegen. Ich suche deshalb händeringend Ihre Unterstützung!

also: lesende männer gesucht! details und kontaktinformationen hier.

war ja klar

· Mittwoch, 18. Mai 2005 [W] · 18:52 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für medien
«Während sie sich zu Hause in Melbourne bei ihrer Familie aufhielt, wurde bei Kylie ein frühes Stadium von Brustkrebs diagnostiziert», teilte Kylies Management mit.

man kann das halbwegs nüchtern darstellen, wie ddp das tut.

man kann natürlich auch für die b.z. schreiben.

hirnströme

· Dienstag, 3. Mai 2005 [W] · 21:55 Uhr ·
abt. für gender trouble

machen ja alle jetzt, gehirngeschlecht messen. ich bin präzise 2/3 weiblich, 1/3 männlich behirnt. imho, weitgehend unsinn. was hier vielleicht bewiesen wäre? naja, indizien halt.

call for genderbloggers

· Dienstag, 8. März 2005 [W] · 00:04 Uhr ·
abt. für gender trouble

announcing: das genderblog zu feminismus, geschlechterpolitik, frauen- und geschlechterpolitik und all things gender. mitbloggende herzlich gesucht.

der heutige internationale frauentag ist mir ein passender anlaß, das genderblog hiermit offiziell in die welt zu werfen und zugleich allen interessierten schreiberlinge jederlei geschlechts herzlich zuzuwinken mit der frage, ob sie sich nicht beteiligen wollen.

mit anderen worten: genderbloggerinnen und genderblogger sind gesucht mit meinem call for genderbloggers. und euch, liebe leserinnen und leser, bitte ich um verbreitung, beteiligung und reichliche kommentare.

neue querelles-net

· Donnerstag, 3. März 2005 [W] · 15:25 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für schamlose selbstdarstellung

die neue ausgabe von querelles-net, rezensionszeitschrift für frauen- und geschlechterforschung, ist soeben erschienen. die neue ausgabe enthält insgesamt achtzehn rezensionen, darunter auch der von meiner wenigkeit verfaßte text der terminator und die femme fatale zu dem band hollywood hybrid von claudia liebrand und ines steiner.

für die geneigte weblog-leserinnenschaft sind vielleicht die ergebnisse der querelles-net-umfrage zu elektronischem publizieren von besonderem interesse, auch wenn sie wenig überraschungen beinhalten: das interesse an wissenschaftlichen online-publikationen ist vor allem für "kleine" formen wie aufsätze besonders groß, und ihr größtes problem scheint nach wie vor das prestige zu sein: gedrucktes bringt einfach mehr reputation.

querelles-net erscheint alle drei monate. ein newsletter berichtet über neue ausgaben und gelegentlich anderes wichtige. bestellung einfach per e-mail an redaktion@querelles-net.de.

our blogs, our bodies, ourselves (or something)

· Dienstag, 1. März 2005 [W] · 00:05 Uhr ·
abt. für gender trouble

now, dis is ä small contribution by an old european for all dose americans oud dere:

Anti-abortion ideologues beware: I'm promoting objective, factual information on Roe v. Wade and abortion.
You can too. Join me in Bombing for Choice.

so much political corräctness for too-day. zank you for your kind attention, mr google. brought to my attention by ms hem. goodbye. good night.

männer und naturwissenschaft

· Donnerstag, 20. Januar 2005 [W] · 13:37 Uhr ·
abt. für gender trouble
Vielleicht hätten Frauen ja ein genetisches Problem mit Naturwissenschaften und Mathematik. Diese These vertrat der Direktor der Harvard University, Larry Summers, letzte Woche in seiner Rede auf einer Wirtschaftskonferenz zum Thema "Frauen und Minderheiten".
Schon zu Beginn seines Vortrags hatte er für Murren gesorgt, als er über die Schwierigkeiten von Frauen auf der Karriereleiter sprach: Ihre Mutterrolle halte sie oft davon ab, die geforderten 80-Stunden-Wochen durchzuhalten. Als er die Behauptung aufstellte, genetische Gründe spielten vielleicht eine viel größere Rolle als das soziale Umfeld, verließen fünf Konferenzteilnehmerinnen unter Protest den Saal.
(sueddeutsche.de)

jaja, das wissenschaftsgen. es liegt irgendwo neben dem besser-autofahren-gen, stammtisch-gelaber-gen und dem besser-ein-bier-trinken-gen auf dem sonst ja sehr verkrüppelten und häßlichen y-chromosom, ist also männern vorbehalten und generell ein bißchen besser als der rest.

anders formuliert: manche männer haben eben von naturwissenschaft auch keine ahnung, ist vielleicht genetisch, weiß man nicht.

wie wäre es eigentlich, wenn man herrn summers mal dazu bringen würde, seiner vaterrolle nachzukommen? vielleicht sollte seine frau (nehmen wir mal frech an, er habe eine, jedenfalls hat er drei kinder) ihn 'mal zuhause ein wenig rannehmen, dann reden wir nochmal über die 80-stunden-woche, über geschlechterrollen, diskriminierung und männer, die so sehr mit ihrer eigenen karriere beschäftigt sind, daß ihnen nicht auffällt, wie sehr andere ihnen den rücken freihalten.

und ich höre jetzt auf zu schäumen. </tirade>

das geschlecht des (post-)humanen

· Montag, 10. Januar 2005 [W] · 14:00 Uhr ·
abt. für film , abt. für gender trouble , abt. für schamlose selbstdarstellung

wer von meinen lieben berliner (oder mobilen nicht-berliner) leserinnen und lesern am wochenende noch nichts weiter vorhat, der und dem möchte ich gerne folgende "interdisziplinäre arbeitstagung" am freitag und samstag an der freien universität ans herz legen: das geschlecht des (post-)humanen: neudefinitionen des menschlichen in der zeitgenössischen kultur.

interesse an kulturwissenschaftlichen fragen, geschlechterforschung und populärkultur ist wohl sinnvoll; voranmeldung wird erbeten (adresse siehe website). das programm gibt es auch als pdf (821 kb); und wie dem ablauf zu entnehmen ist, werde auch ich mit einem vortrag zu terminator 3 - rise of the machines vor ort sein.

öffentliche rüge für bild

· Freitag, 3. Dezember 2004 [W] · 00:34 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für medien

der deutsche presserat hat in einer gestern veröffentlichten pressemitteilung u.a. die bild-"zeitung" für ihre berichterstattung über bzw. gegen sibel kekilli gerügt. in der mitteilung heißt es:

Öffentlich gerügt wurde die Berichterstattung der BILD-Zeitung über die Schauspielerin Sibel Kekilli. Die Zeitung hatte nach der Verleihung des Goldenen Bären mehrfach über die Vergangenheit der Schauspielerin berichtet, die vor ihrer Rolle in dem ausgezeichneten Film "Gegen Die Wand" in Pornofilmen mitgespielt hat. Natürlich kann über die Vergangenheit einer Schauspielerin berichtet werden. Dabei ist aber zu beachten, dass in der Berichterstattung die Persönlichkeit der Betroffenen nicht mit den Rollen, die sie gespielt hat, identifiziert wird. Der Beschwerdeausschuss ist der Überzeugung, dass die Berichterstattung über Sibel Kekilli insbesondere durch die Kombination von Text und Bild diese Grenze deutlich überschreitet. Solche Berichterstattung entwürdigt nach Meinung des Ausschusses die Betroffene und verletzt damit die in Ziffer 1 des Pressekodex geforderte Wahrung der Menschenwürde:
Ziffer 1: Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.
Das öffentliche Interesse deckt eine Form der Berichterstattung nicht, in der die Persönlichkeit der Betroffenen auf das reduziert wird, was man über diese in den Klappentexten von Pornofilmkassetten lesen kann.

(aus dem bildblog)

parlament-thema männerforschung

· Donnerstag, 25. November 2004 [W] · 13:20 Uhr ·
abt. für gender trouble

die ausgabe nr. 46 von das parlament vom 8. november beschäftigte sich mit dem themenschwerpunkt männer in der gesellschaft.

Klar ist: Auch Männer haben ein Geschlecht, sind genauso "unbekannte Wesen" wie die Frauen - auch für sich selbst. Und es tut Not und gut, dass sich zunehmend mehr - Männer - mit ihrem eigenen Geschlecht auseinandersetzen, wissenschaftlich, analytisch, soziologisch, hinterfragend. In dieser Themenausgabe sind einige Lebensbereiche - beileibe nicht alle - aufgenommen worden. Die Autorinnen und Autoren, und es sind - bezeichnenderweise? - mehr Frauen als Männer, beleuchten Bereiche, die für Männer eher "Frauensache" sind: Mode, Ökologie oder Gesundheit.

(per email aus der hu-gender-liste)

the second sex

· Mittwoch, 25. August 2004 [W] · 19:49 Uhr ·
abt. für gender trouble

this is hardly news, aber vielleicht kommt jetzt ja bewegung in die sache (wohl eher nein): simone de beauvoirs buch das andere geschlecht liegt im englischen nur in einer sehr, sehr grottigen übersetzung vor. (über die deutsche kann ich nichts sagen, wäre aber an meinungen & deinungen sehr interessiert.)

jetzt soll wieder einmal eine kampagne gestartet werden, auf daß eine neuübersetzung zustande kommt. anlaß oder zumindest aufhänger ist anscheinend ein artikel in der new york times von sarah glazer.

Today ''The Second Sex'' is widely acknowledged as the founding text of modern feminism. The English translation, a best seller when it was first published in this country by Alfred A. Knopf in 1953, has sold well over a million copies. A staple of women's studies courses, the Knopf translation -- available in Vintage and Everyman editions -- is still the only version in print in the United States today.
Yet American readers may not have been reading the real ''Second Sex.'' In ''The Legacy of Simone de Beauvoir,'' a new collection of essays edited by Emily R. Grosholz, several Beauvoir scholars contend that the English-language translation is so badly botched that it distorts Beauvoir's intent and presents her as an incoherent thinker. One scholar, Nancy Bauer of Tufts University, says that she has counted ''literally hundreds'' of mistakes in translation ranging from elementary bloopers to misunderstandings of scholarly jargon. ''Philosophical terms with a precise meaning in French are turned into the opposite of what Beauvoir says,'' according to another contributor, Toril Moi, a professor of literature and romance studies at Duke University. As a result, ''Beauvoir comes across as a sloppy thinker in English.''

soweit ich weiß, wurde allerdings vor geraumer zeit das angebot englischsprachiger forscherinnen, kostenlos eine neuübersetzung zu erstellen, von den copyrighthaltern (also anscheinend dem verlag) abgelehnt.

(per email via wise-l)

goldmedaille in sportart hirntod

· Donnerstag, 19. August 2004 [W] · 11:45 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für medien

ich will weder dem frischen bildblog noch der post an wagner (die sich auch schon aufgeregt hat) arbeit wegnehmen; doch auf seite 3 meiner zweitliebsten tageszeitung fand sich etwas, daß ich unüberprüft wieder mal kaum glauben wollte, doch tatsächlich:

da schreibt franz-josef wagner wieder mal an franziska van almsick, wenn sie olympia-gold gewänne, dürfe sie ihm eine kleben. als könne er die bedingungen dafür definieren und dikitieren, unter denen frau van almsick ihm gegenüber nachsicht für sein "van speck/molch"-gefasel üben müsse:

Dann aber sollte alles vergessen sein, was unsere Beziehung seit Sydney verdunkelte... Wie Sie als Verliererin und, wie ich mir einbildete, übergewichtig aus dem Becken krochen und ich damals schrieb: "Franzi van Speck, als Molch holt man kein Gold."

um sich dann sabbernd für die "ungebändigte frau" zu begeistern, deren platz in der gesellschaft, deren fraulichkeit, oder wie auch immer f.j.w. das nennen würde, ganz flugs wieder in ordnung gebracht, das heißt in die patriarchale ordnung, eingefügt wird:

Seltsamerweise mag ich Ihre Aggression, sie ist wunderbar wild. Sie gleicht einem Tigerbaby, das man nicht zähmen kann. Sie sind eine ungebändigte Frau, die sich nichts gefallen lässt. Keinen Spott, keinen Hohn.
Ich wünsche mir, dass Ihre Goldmedaille morgen im Schwimmstadion von Athen eine Ohrfeige wird für alle, die an Ihnen zweifelten. Wenn es Silber, Bronze oder vierter Platz wird, wünsche ich Ihnen viele Babys, die wahren Goldmedaillen einer Frau.

die wahren goldmedaillen? lieber herr wagner, es stellt sich schon die frage, ob sie nicht einen gehörigen sprung in der schüssel haben, einen in der krone oder doch einfach nur ein problem mit frauen und reproduktion.

(ihr fünfter platz, darauf weist dann holger gertz in der sz heute hin, berechtigt nach franz-josef wagners vorgabe [...] nicht einmal zu dem empfang von babys. was jetzt, wagner?)

papst, mädchen (und orthographie)

· Freitag, 6. August 2004 [W] · 12:10 Uhr ·
abt. für gender trouble

so sah das übrigens am montag bei googlenews aus:

040802_papst_googlenews.jpg

wenn man dann bei n24 nachguckte, wußte man aber auch: traue weder der technik (von google oder anderen), noch den menschen, die sie bedienen.

der papst und das mädchen

· Freitag, 30. Juli 2004 [W] · 10:18 Uhr ·
abt. für gender trouble

(gnadenlos und unfair geklauter titel von einem sehr, sehr guten buch)

ob der papst bzw. kardinälchen ratzinger wirklich gesagt hat, wie spiegel online behauptet, Der Feminismus schaffe die "biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau" ab, wird dann morgen mal nachzulesen sein.

unsinn jedenfalls wäre es, in mehrfacher hinsicht.

hey, rote zora!

· Dienstag, 29. Juni 2004 [W] · 16:16 Uhr ·
abt. für blüten des kapitalismus , abt. für gender trouble

040629_pippi_langstrumpf_faktor.jpgden kapitalismus in seinem lauf hält anscheinend auch niemand auf. es wird zeit, wieder einmal die revolutionären jungen frauen in bewegung zu setzen gegen diesen quatsch, der unter dem namen "der pippi langstrumpf-faktor" für (weia!) 25 € in die welt gehauen wird und die mutter (bzw. eben nicht) aller jung-anarchistinnen durch den management-dreck zieht:

Annette Blumenschein und Ingrid Ute Ehlers machen die Romanfigur von Astrid Lindgren zum Ausgangspunkt für eine systematische und handlungsorientierte Management-Strategie. (verlagswerbung)

jetzt mal ganz davon abgesehen, daß "managen mit kreativ-kompetenz" mich schon allein deshalb die palme hoch bringt, weil ich "kompetenz" nicht mehr hören kann. wenn be-we-ell-redemaschinen quatschen ist es allerdings eh immer kompetenz statt können.

angekotztes addendum: und dann noch K.U.N.T.E.R.B.U.N.T. - Der Club für erfolgsorientierte Veränderungsprozesse!

mal wieder zeit für ein lied:

die freiheit des mannes und der fußball

· Dienstag, 29. Juni 2004 [W] · 11:33 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für medien

liebe männer, liebe nationalelf-total-geil, liebe fuzzis von der spiegel online-redaktion!

euch hat ja wohl jemand das hirn vernebelt:
040629_spon_hitzfeld.jpg
screenshot von spiegel.de

wenn herr hitzfeld, wie ihr im dann folgenden artikel auch schreibt, mit seiner familie und vor allem seiner partnerin sprechen will, bevor er sich auf die nächsten jahre für einen neuen job verpflichtet, daran kann man, mit verlaub, nichts schlechtes finden; daß aber frau hitzfeld ihn "freigebe", klingt ja nun nicht nur ein bißchen so, als habe sie ihn vorher in ketten gelegt und eingekerkert, irgendwo in den finstern kerkern ihrer gruseligen burg in den tiefen bergen von transsylvanien...

liebe sportredakteure, es bleibt nur die hoffnung, daß eure partner/innen euch mal für ein paar tage an die kette legen.

tiger am buch, tiger im bett

· Donnerstag, 10. Juni 2004 [W] · 18:08 Uhr ·
abt. für blüten des kapitalismus , abt. für gender trouble

spiegel online sieht wieder mal sex und berichtet über eine superdupermännerwerbeidee von penguin im vereinigten königreiche. wenn man das richtige buch - natürlich von penguin - mit sich herumschleppt (in diesem monat 31 songs von nick hornby) und von penguins "stunning good booking girl" gesehen wird, kann man tausend pfund gewinnen. und wird auf offener straße (wow!) von einer frau angequatscht.

denn: A new independent survey carried out by NOP proves that women prefer men who read books.

nothing new there. alles weitere überflüssigerweise auf goodbooking.com.

ganz oder gar nicht

· Donnerstag, 3. Juni 2004 [W] · 11:01 Uhr ·
abt. für gender trouble

frau feldbusch, pardon, frau pooth, hat das mit dem neuen namensrecht nur bedingt verstanden. mal sehen, ob sich der name durchsetzen wird.

"dickmops" und dicke möpse

· Donnerstag, 6. Mai 2004 [W] · 16:05 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für medien

spiegel online übt sich wieder mal im gewichtssexismus bzw. reproduziert, so gut es nur gut, den, den sie selbst nur finden (selbergemacht wird ja nichts bei s.o., nur wiedergekäut, aber das ist eine andere tirade). weil verona feldbusch jetzt mutter geworden ist und seitdem acht kilo mehr auf ihrem unterernährten körper hat, meint sie mit ihrem verqueren körperbild der bildzeitung sagen zu können: "Ich bin jetzt ein Dickmops und bekenne mich dazu".

is klar. dazu wird eine alte pseudomeldung ausgegraben nebst einer "fotostrecke", die so dickmöpse wie liv tyler, laetitia casta und shakira zeigt - mit möglichst wenig bekleidung natürlich, damit man die "rundungen" auch sehen kann. "zum thema" gibt's dann noch einen link auf den artikel Fettleibigkeit: Warum Diäten nicht funktionieren

an manchen tagen nervt s.o. mehr als an anderen.

des einen freiheit, des anderen eher nicht

· Dienstag, 6. April 2004 [W] · 21:01 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für schöneres leben

the war on terror is not a figure of speech. it is an inescapable calling of our generation. the terrorists are offended not merely by our policies -- they are offended by our existence as free nations.

das ist schon einerseits ganz gruseliger und vorsehungsahnungsgeschwängerter unsinn - inescapable calling my ass! (via baller pause). das ist andererseits zudem auch noch - free - völlig gelogen.

die usa kennen jetzt den uvva (unborn victims of violence act), der "gewalt" gegen alles von zellhaufen bis neugeborenem kind unter strafe stellt - und insbesondere allen beschriebenen stadien der menschwerdung rechte unabhängig von denen der mutter zugesteht - und damit seltsame folgen zeitigt. hier ist kaum platz, und ich habe gerade auch nicht genug zeit, um mich darüber auszulassen, wie wir in weit weniger als hundert jahren dahin gekommen sind, ungeborene kinder als lebende wesen zu betrachten, ihnen rechte zuzugestehen und daraus dann noch ein weiteres kapitel der unterdrückung von frauen zu stricken. wer mal nachlesen möchte, für die/den ist emily martins buch the woman in the body vielleicht ein lesbarer anfang.

jedenfalls staut sich in mir ärger auf, zumal wenn man's in einem kontext nach dem anderen liest.

männermagazine

· Freitag, 26. März 2004 [W] · 14:31 Uhr ·
abt. für gender trouble

die vermutung, männermagazine seien nur frauenmagazine mit mehr autos und karrieregebrabbel, ist weder besonders neu noch originell. worauf ich immer noch warte, ist allerdings eine studie, die mal nachzählt, ob man in den frauen- oder den männermagazinen mehr nackte frauenhaut zu sehen bekommt (und welche).

der grund für mein gebrabbel:

um vier uhr noch mal ins büro, die festplatte von rainer löschen. dann wieder sit-ups, eine davidoff und sex mit den girls von der büroreinigungstruppe.

gesehen im schönen layout von hessis weblog, dorthin auf dort beschriebenen umwegen von harald martenstein bei der zeit.

schön auch die liste der dinge, die in mehr als 50 prozent aller männerleben eine rolle spielen, aber selten oder nie in männermagazinen auftauchen, aber leider falsch: haarausfall, schuppen und hautunreinheiten, ausreden finden und rauchen abgewöhnen sind mir alle schon bei oberflächlichem blättern untergekommen. irgendwie müssen die männer ja dazu gebracht werden, für die kosmetikfläschchen auch reichlich geld auszugeben.

fiese mütter, geile weiber

· Sonntag, 21. März 2004 [W] · 18:59 Uhr ·
abt. für gender trouble

und spiegel online geifert mit: da wurde doch tatsächlich enthüllt, daß sich die neu bei big brother eingezogene dame (wer interessiert sich wirklich für ihr vorleben, ich meine, außer bild- und spiegel-redakteuren?) sich schon einmal für dieter bohlen ausgezogen habe. wild. whoopie.

und bringt die ganzen details der "schamlosen berichte" (steht da so). lechz lechz. bild ist natürlich expliziter, samt - man kennt das von der hetze gegen sibel kekilli - bildergalerien, wo dann nicht nur die bereits genannte dame hüllenlos zu sehen ist (mit, geil, geil, pornographischer unmittelbarkeit - dem ganzen kapital der big brother-show: nicht ganz so wie dieter bohlen (für ihn hat sie sich aus einem nonnen-kostüm gepellt) durften die "big-brother"-zuschauer jeannine beim ausziehen zuschauen...), sondern auch noch die rausgekickte sandra im evakostüm: so duscht die herzlos-mama.

nachtigall, ick hör dir kotzen.

addendum: die außerlomografische opposition says it all.

merrily married

· Mittwoch, 10. März 2004 [W] · 17:43 Uhr ·
abt. für gender trouble

wenn man sich die hübsche geschichte aus der gestrigen taz durchliest, die michael streck über den bürgermeister von san francisco verfaßt hat und darüber, wie gavin newsom mit seiner entscheidung, homosexuellen paaren die eheschließung zu erlauben ("homosexuelle sind plötzlich keine abnormen gesellschaftszersetzer [mehr], sondern [...] so wertekonservativ wie heterosexuelle", schreibt der sympathisierende streck über die usa-interne wahrnehmung) schlagartig populär geworden ist, dann lohnt es sich, des größeren glückes wegen, auch, die photos von derek powazek dazu anzusehen sowie den kleinen text zu studieren, den er für alternet verfaßt hat.

und während man einerseits das heiraten doof, spießig, wertkonservativ und darüberhinaus noch einiges andere nennen kann, andererseits allein schon der gleichberechtigung wegen: don't amend.

worum's z.b. am frauentag geht

· Montag, 8. März 2004 [W] · 14:40 Uhr ·
abt. für gender trouble

erstens natürlich darum, daß es nicht um blumen für die frauen geht. floristinnen aller länder, verweigert euch!

zweitens z.b. um gleiche rentenbeiträge, courtesy of alice schwarzer, zuweilen ja auch im team auftretend, mehr oder minder gerne.

und überhaupt um feminismus.

internationaler frauentag

· Montag, 8. März 2004 [W] · 12:15 Uhr ·
abt. für gender trouble

für den rest des tages deswegen eine erhobene faust.

eine ganz normale geschichte

· Sonntag, 29. Februar 2004 [W] · 10:54 Uhr ·
abt. für gender trouble

8600 erfasste vergewaltigungen und fälle sexueller nötigung gab es laut bka im letzten jahr in deutschland. die dunkelziffer wird vier- bis fünfmal so hoch eingeschätzt.

fern von zahlenhuberei erzählt anne siemens für die wochenendbeilage der süddeutschen "eine ganz normale geschichte" von vergewaltigung in deutschland.

sexual dollitics

· Sonntag, 22. Februar 2004 [W] · 14:39 Uhr ·
abt. für gender trouble , abt. für nachbars kirschen

schon seltsam, daß nach erfolgter trennung in, anscheinend, gegenseitigem einvernehmen (was sollen puppen sich auch anschreien), barbie schon wieder einen neuen hat (den sie, ganz celebrity, der öffentlichkeit noch vorenthält), während von ken nur zu hören ist, er bleibe weiterhin ein guter freund. liz langley kennt die antwort: ken ist eigentlich schwul und geht jetzt nach kanada.

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