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rochuswolff.de
[i:rrhoblog] : filmkritik
meine kritik bei critic.de: der könig von narnia.
leider nicht so gut wie erhofft. sorry, heather. have you seen it yet? what did you think about it?
george a. romero kehrt zum zombiefilm zurück - der großvater des genres schenkt seinen untoten neue fähigkeiten und reichhaltige nahrung in form von menschenfleisch.
im sequel zu the transporter (2002) wird frank martin verdächtigt, an einer entführung beteiligt gewesen zu sein. das sollte eigentlich fetzen.
(tut es aber nicht, jedenfalls nicht die ganze zeit.)
der jüngste film von wim wenders erzählt, ähnlich wie schon paris, texas (1984), in wunderschönen bildern die geschichte eines mannes, der den weg zu seinem sohn zurückfinden will.
eine junge hotelmanagerin muss einem attentäter bei seinen plänen helfen, sonst wird ihr vater umgebracht - wes cravens flotter thriller lässt kaum zeit zum durchatmen.
das russische kino ist in deutschland weitgehend unbekannt; mit wächter der nacht ist auch in deutschen kinos ein erfolgsfilm aus russland zu sehen, der einen mythisch verbrämten kampf zwischen gut und böse in die gegenwart des heutigen moskau verlegt.
wächter der nacht: meine kritik bei critic.de
im übrigen bin ich gerne bereit, wetten darauf abzuschließen, ob irgendeine deutsche filmzeitschrift oder zeitung sich für ihre kritik die mühe machen wird, die namen der schauspieler und filmschaffenden korrekt zu transkribieren oder gar -literieren. fox deutschland hat für das pressematerial und die flashlastige website nämlich einfach die englische transkription übernommen, die mit der deutschen schreibweise russischer wörter nur wenig zu tun hat.
(des korinthenkackers fishing for compliments, ich weiß; aber Zolotukhin
und Khabensky
sind ebenso falsch wie z.b. Chadov
, wenn Tschadow
gemeint war - transliteriert würde er natürlich zu "čadov".)
der untertitel ist noch sehr komisch: a romantic comedy. with zombies.
der film shaun of the dead selbst ist allerdings eher zum zombiefilm geraten, der irgendwie auch eine vermeintliche romanze zum thema hat (es wird nicht einmal geküßt) - eine komödie ist er nur am rande.
die komödiantischen anteile teilen sich gleichmäßig auf auf shauns schwierige beziehung zu seinem buddy, seiner mutter nebst stiefvater und seiner (ex-)freundin sowie auf insider-scherze, die nur fans des genre (des zombiegenre, wohlgemerkt, nicht der romantic comedy) zu schätzen wissen werden.
richtig lustig ist eigentlich nur, wie gekonnt schon die menschen in shauns berufsalltag den zombies gleichen, wie fließend also der übergang von der prä- zur postapokalyptischen welt ist: das ist sehr ironisch und zart gesellschaftskritisch, aber george romero hat das in dawn of the dead schon blutiger und grimmiger gezeigt.
mit konsequenter ästhetik will sin city eine moralische geschichte erzählen, in der alles schwärzer ist als im film noir. das blut fließt reichlich, aber in schwarz und weiß, nur selten gelb oder rot.
auch mündungsfeuer kann erotisch sein: ein ehepaar von profikillern findet erst wieder zueinander, als sie einander umbringen sollen. das ist erstaunlich witzig.
mr. & mrs. smith: meine kritik bei critic.de
ich weiß ja inzwischen, man kann den film wohl ganz gut finden, auf die eine oder andere weise, weiß nicht: als sommerblockbuster, als angstmaschine, als irgendwie auch ein remake. kann man, kann ich nicht. und auch wenn ich eigentlich die klappe halten sollte, i have three words for you:
was soll man zu diesem machwerk sagen? anders als bei eigentlich allen anderen großproduktionen der letzten monate mußte man bei der pressevorführung weder seine tasche und jacke abgeben, noch wurde man nach geheimen, versteckten, zu finsteren zwecken einsetzbaren aufnahmegeräten durchsucht: das sagt eigentlich schon eine menge darüber aus, welchen erfolg sich der verleih von diesem film ausrechnet.
und dann wird im presseheft ms hilton zitiert mit den worten: Ich fand es schwer, echte Angst auszudrücken, mich in diese schreckliche Situation einzufühlen.
das sieht man. Und meine Sterbeszene war schwierig.
so schwierig es halt darzustellen ist, wenn einer puppe ein speer durch den schädel getrieben wird.
der film, in dem wirklich alles aus wachs ist: wachsfiguren, das wachsfigurenkabinett, die schauspieler: house of wax.
die langerwartete verfilmung des erfolgreichen romans von douglas adams bemüht sich zwar zunächst um werktreue, streicht die vorlage dann aber an den falschen stellen zusammen. mit slapstick und spezialeffekten ist per anhalter durch die galaxis noch leidlich unterhaltsam.
what shall i say? nimm dein handtuch, follow the guide and don't panic!
in einem prächtig computergenerierten new york des jahres 2095 sucht der gott horus nach einer frau. in verschiedenen inkarnationen und körpern stakst er zwischen menschen, mutanten und außerirdischen umher.
immortal - new york 2095: die rückkehr der götter: meine kritik bei critic.de
zweiundzwanzig jahre. irgendwann im sommer 1983, in den usa, bin ich ins kino gegangen. ich glaube mich an einen großen parkplatz vor dem kino zu erinnern, aber das heißt in den usa natürlich nicht viel. so, vielleicht nur so ähnlich, muß meine zeit mit den jedi-rittern begonnen haben. wahrscheinlich wäre meine geschichte anders gelaufen, wäre es ein anderer film - oder nur ein anderer film der ersten trilogie - gewesen, so aber geriet war ich hin und weg: return of the jedi war gerade angelaufen.
***
mein held (und wohl nicht nur meiner) war luke skywalker, mein bruder war eher von han solo angetan, dem space cowboy mit seinem rasenden schrotthaufen und der flotten schnauze.
dieser außerordentlich anspruchsvolle und mehrfach preisgekrönte kinderfilm folgt den erlebnissen der neunjährigen caro in einem holländischen dorf der späten 60er jahre.
weiter als der mond: meine kritik bei critic.de
der ausnahmekämpfer als kettenhund: danny (jet li) wird wie ein tier gehalten und kann sich schließlich aus seinem aufs kämpfen beschränkten leben befreien.
unleashed - entfesselt: meine kritik bei critic.de
das unbekannte leben von flüchtlingen mitten in europa - andreas voigts dokumentation zeigt eine seite unserer gesellschaft, die sonst nur selten gegenstand öffentlicher aufmerksamkeit wird.
invisible - illegal in europa - meine kritik bei critic.de
jola glaubt, jemanden getötet zu haben, und dora will eigentlich ihre ruhe haben: die seltsamen ursprünge einer zarten liebesgeschichte in einem leipziger plattenbau.
nachbarinnen: meine kritik bei critic.de
die erste verfilmung des dramas seit langer zeit stellt shylock in den kontext der gesellschaft und macht ihn zu einer starken, tragischen figur.
der kaufmann von venedig: meine kritik bei critic.de
als ihre schulischen leistungen zu schlecht werden, sperrt coach carter seine mannschaft kurzerhand vom training aus. damit handelt er sich reichlich ärger ein, behält aber recht – wie immer.
coach carter: meine kritik bei critic.de
dieses "biopic" versucht, das leben und die arbeit des sexualforschers alfred kinsey zusammenzuführen; bemerkenswert neues oder skandalöses findet sich nicht.
kinsey: meine kritik bei critic.de
fbi-agentin und "miss undercover" gracie hart wird eigentlich nicht mehr für ermittlungsarbeit eingesetzt, aber als zwei freunde entführt werden, mischt sie sich dennoch ein.
miss undercover 2: meine kritik bei critic.de
der neue animationsfilm aus den blue sky studios wartet mit einer welt voller roboter auf, in der ein junger mann vom lande sich in der großen stadt bewähren muss. das spektakel komischer ideen ist gemischt mit gesangs- und tanzeinlagen.
robots: meine kritik bei critic.de
eher wenig aufregend war's auf der premierenfeier. ein bißchen prominenz, viele kameras, mit bela b. in einer reihe gesessen und zwei jungen damen, die ob diesen umstands ganz aus dem häuschen gerieten. "der bela!" ja, der bela.
eine richtige premiere war's zwar nicht, sondern 'noch eine' premiere nach einer anderen premiere am abend zuvor in köln. (nennt man das dann sekondiere?) franka potente war trotzdem auch da und trug farbe um die augen. günther hat photos gemacht, ganz nett ist dieses hier. der film war eher mau. (die zwei gin tonic haben also nicht gewirkt.)
In den Tunneln der Londoner U-Bahn tummelt sich ein Monster, das wenig freundlich mit seinen Opfern umgeht. Franka Potente gibt die Scream Queen, was die Filmhandlung zwar nicht origineller macht, Creep aber auch nicht weniger gruselig.
creep: meine kritik bei critic.de
ein baby mit superkräften lehrt seinen vater das fürchten, der dann auch noch von einem nordischen gott heimgesucht wird: wenn cartoons zum leben erwachen, hat man es eigentlich auch als comiczeichner nicht leicht. leider wird die lebendigkeit in diesem film nur behauptet, und das spektakel schlechter spezialeffekte kriecht seinem vorhersehbaren ende nur höchst uninspiriert entgegen.
die maske 2 - die nächste generation: meine kritik bei critic.de
ein haus in tokio ist mit einem fluch belegt, der allen menschen, die es betreten, den tod bringt. sarah michelle gellar macht sich in diesem remake eines japanischen horrorfilms daran, das rätsel hinter diesem fluch zu lösen. leider ist das nicht so interessant, wie es sich anhört.
the grudge: meine kritik bei critic.de
son of the mask ist so beeindruckend langweilig und schlecht, es wird einem angst und bang. schier möchte man keine schwangerschaft verschulden aus furcht, dem drehbuchautor sei dies machwerk eingefallen, während er sein neugeborenes trockenlegte.
in der pressevorführung erwachte der drang in mir, mir für eine neuerliche begutachtung in der videothek catwoman auszuleihen, einfach nur, um mal wieder was richtig gutes zu sehen. der regisseur hat vorher cats & dogs gemacht, seitdem noch einiges verlernt und soll jetzt angeblich artemis fowl verfilmen: die zukunft ist doch noch voller schwarzer tage.
profikillerin elektra nachios wechselt die seiten, als sie erfährt, dass sie als nächstes zwei freunde ermorden soll. die sich daran anschließenden kampfszenen haben angeblich etwas mit dem schicksal der ganzen welt zu tun, sind aber schlecht inszeniert und retten die höchst undurchsichtige und hanebüchene geschichte auch nicht.
elektra: meine kritik bei critic.de
wer engel und dämonen sieht, hat keinen leichten arbeitstag: john constantine (keanu reeves) sorgt dafür, daß halbwesen aus der hölle schnell wieder dorthin zurückkehren. nachdem er dem hilfegesuch einer polizistin nachgegeben hat, muss er feststellen, daß das gleichgewicht zwischen himmel und erde gestört ist. ein spannender actionfilm, der film-noir- mit comic-ästhetik verbindet und mit gelungenen special effects unterhält.
constantine: meine kritik bei critic.de
das asiatische kino - gleich, woher es genau kommt - erfreut mich regelmäßig, verwirrt mich aber auch stets leicht. immer bleiben da irgendwelche lücken, die ich nicht recht füllen, über die ich allenfalls vermutungen anstellen kann (noch): vielleicht sind es andere erzähltraditionen und -strukturen, eine andere bild- und kunstgeschichte, andere menschen- und geschlechterbilder? irgendwie, scheint es mir, tue ich diesen filmen immer unrecht.
unrecht tut man dumplings allerdings auch mit der einstufung als "horrorfilm" nach westlichen maßstäben - dafür kommt das geschehen doch zuwenig schröcklich daher; musik und die sehr eigenartig gewählten perspektiven sorgen allerdings dafür, daß das geschehen trotzdem unter die haut geht.
wobei schon die handlung dafür ausreichend stoff bietet: eine alternde schauspielerin (miriam yeung), von ihrem mann nicht mehr begehrt, wendet sich an die köchin und ehemalige ärztin mei (bai ling), deren spezialität fein zubereitete embryonen sind, die sie aus dem abtreibungsfreudigen china bezieht (die "ein-kind-politik" trägt früchte, wie man sieht) und die angeblich jugendlich schönes aussehen verleihen bzw. zurückbringen sollen. daß das auf dauer nicht gutgehen kann, ahnt man schon; bis dahin jedoch beginnt man, den akt der nahrungsaufnahme mit anderen augen zu sehen. selten war er so sehr zwischen leben, sex und tod eingebettet; und selten war er von so enervierend verstärkten geräuschen (und dabei ist es nur schlürfen, kauen, schlucken) begleitet.
so geht es vordergründig um schönheitswahn (und also irgendwie wahrscheinlich auch, wie zu lesen war, um eine metapher für den jetzigen zustand hong kongs), und sehr hintergründig um essen und sex. nichts für zarte gemüter.
berlinale panorama, weitere vorstellungen am freitag, 18.2., um 23h und sa, 19.2. um 21.30h
(gesehen auf empfehlung von frédéric; besprochen gleich zweimal im wüst berlinalebloggenden filmtagebuch)
eine frau wird entführt; ihr einziger kontakt zur außenwelt ist ein junger mann, der nicht weiß, wo sie sich befindet. das telefon ist in final call dreh- und angelpunkt einer actionreichen geschichte, die gute unterhaltung ohne allzu viele überraschungen bietet.
final call: meine kritik bei critic.de
wein, weib und wenig gesang: alexander payne erzählt in diesem mit zwei golden globes ausgezeichneten film die geschichte zweier männer, die in kalifornien nicht nur guten wein, sondern auch noch anderes lebenswertes suchen. eine sehenswerte tragikomödie, deren regisseur gelegentlich zu wenig auf seine großartigen schauspieler vertraut.
sideways: meine kritik bei critic.de
zum dritten mal wandert blade in schwarzem leder nun über die leinwände - diesmal verbündet er sich mit zwei menschlichen vampirjägern, um den ur-vampir dracula zu vernichten. leider erfährt man bis zum ende nicht, warum das nötig war; das wilde action-spektakel kann nicht verdecken, dass es dem regisseur und drehbuchautor an ideen für eine halbwegs spannende handlung fehlte.
blade: trinity: meine kritik bei critic.de
ein zwillingspärchen hat sich mit einem eigenwilligen, streng riechenden fakir herumzuschlagen, den sie im keller ihres neuen hauses in einem kugelschreiber gefunden haben. leider verschreibt sich dieser eigentlich recht unterhaltsame kinderfilm nicht komplett der phantasie, sondern belässt neben einfallsreichen ideen große handlungslücken einfach stehen.
der fakir: meine kritik bei critic.de
blade: trinity: der teuerste ipod-werbespot aller zeiten.
(längere kritik folgt.)
seltsam, wie sehr man sich falsch an einen film erinnern kann. robocop ist weniger tumbe ballerei als eine deutliche kritik an der zunehmenden macht von konzernen. Die eingestreuten nachrichtenschnipsel, immer wieder von (fiktiver) werbung unterbrochen, machen deutlich, wie sehr unsere realität eine vermittelte ist - und robocops blick auf die welt hat die gleiche körnung wie die welt im bildschirm. hinter verhoevens zynismus und der lust am waffengewaltigen aufreißen von gliedern sieht man von heute aus seine späteren starship troopers andauernd hervorblitzen, und wie diese krankt der film letztendlich daran, daß uns all das nicht wirklich kümmert, weil die charaktere völlig uninteressant und eindimensional bleiben. bei den starship troopers mag das absicht gewesen sein; robocop soll uns aber als menschlicher als die menschen erscheinen, und das gelingt nicht - vielleicht weil er dafür ein wenig zu sehr wie schwarzeneggers terminator aussieht, spricht und handelt. (imdb)
mr. incredible und elastigirl mussten sich ins privatleben zurückziehen, aber einen superhelden hält es natürlich nicht im mittelmäßigen leben der vorstadt - auch wenn ihn dann seine ganze familie retten muss. ein hinreißend komischer animationsfilm aus den pixar-studios.
the incredibles: meine kritik bei critic.de
bridget jones hat eigentlich ihr glück - also den richtigen mann fürs leben - gefunden; aber mit genügend selbstzweifeln kann man natürlich auch dieses glück ins wanken bringen. was in romanform noch leidlich unterhaltsam war, wird auf der leinwand zu einem weitgehend vorhersehbaren rührstück mit gelegentlichen slapstickeinlagen. es ist dringend davon abzuraten, dieser "romantischen komödie" einen abend zu opfern.
bridget jones: the edge of reason: meine kritik bei critic.de
absolutely forgettable. around the world in 80 days ist trotz jackie chans (bzw. in diesem fall eher: u.a. wegen seiner) nahezu unerträglich langweilig. cécile de france als monique la roche ist noch einigermaßen amüsant, arnold schwarzenegger hingegen gibt eine ziemlich dämliche parodie seiner selbst und sieht auch so aus. der film läuft am 23. dezember auch hierzulande an, man sollte sich aber keinesfalls seine weihnachtsfeiertage damit verderben.
(achtung, spoiler!) nach dem schönen, spannenden ersten teil habe ich mir von diesem film (trailer) doch ein wenig mehr versprochen, aber wahrscheinlich ist das wirklich das schicksal von fortsetzungen... auf eine gewisse weise liegt es tatsächlich daran, daß franka potente, für die ich eine nur schlecht verhohlene, stille bewunderung hege, schon in den ersten filmminuten recht brutal verabschiedet wird. dem film tut das nicht nur deshalb schlecht, weil ihre anwesenheit ihrer abwesenheit stets vorzuziehen wäre, sondern vor allem, weil matt damon als jason bourne damit ein echtes motivationsproblem bekommt.
folgt man nämlich der handlung, so scheint er nur darauf aus zu sein, sich zu rächen für das, was ihm angetan wurde (die liebste geraubt, das leben versaut, usw.: was die cia halt so mit ihren angestellten treibt); de facto rächt er aber gerade nicht, sondern nimmt sich die von franka alias maria postulierte wahl und tötet nicht unbedingt, wenn er könnte. warum dann das alles? wegen des photos von ihr, das er behält und immer wieder anblickt? eigentlich, das sei deutlich gesagt, erwartete ich, daß er sich entweder den strick nimmt oder alles erschießt, was geheimdienst heißt. nichts davon passiert, und das ist wenig überzeugend. (obwohl ein bißchen weniger brutalität einem film im allgemeinen ja eher gut tut.)
und schließlich sind die actionszenen auf jene hektische art und weise geschnitten, die aus unerfindlichen gründen in immer mehr filmen als fetzig und aufregend gilt, in wahrheit aber nur verwirrung, unsicherheit und relativ bald genervtheit produziert: wenn mensch nicht mehr weiß, wer wo da gerade wie gegen wen kämpft, fährt oder springt, dann wird's bald erstaunlich egal, wer da wo gerade wie gegen wen.
das kinoticket ist für diesen film zu teuer, und für einen videoabend empfiehlt es sich, den ersten teil dazu zu sehen, dann wird die handlung vielleicht etwas durchsichtiger.
scary. way scary, man. in diesem japanischen horrorfilm (homepage (jap.), imdb) darf man erschrecken, was das zeug hält - und wird auch noch, mal um mal, in die irre geführt. nicht wenige menschen dürften nach diesem film ihr handy abgemeldet haben.
die story ist einfach: mensch erhält einen anruf, auf seiner mailbox bleibt etwas zu hören. der anruf kommt vom eigenen handy - anscheinend aus der zukunft. und wie sich dann herausstellt, wurde auf der mailbox der moment des todes festgehalten. die junge yumi, die immer mehr freunde auf diese weise verliert, versucht herauszufinden, was hinter diesen ereignissen steckt. and it's not pretty...
will ja auch keiner, wenn's ein horrorfilm sein soll. dieser aber ist wirklich recht ordentlich inszeniert, gar erschröcklich und hat wahrscheinlich einen der häßlichsten tode des jüngeren horrorkinos vorzuweisen. und am ende bleibt zumindest der westliche zuschauer, der hier schreibt, etwas ratlos zurück - denn auch wenn halbwegs aufgelöst wird, was denn nun vorher eigentlich warum passiert ist, was am ende passiert, weiß man um so weniger. vielleicht kann dazu jemand etwas sagen, die oder der sich mit japanischer kultur/japanischem film etwas mehr auskennt als ich. kommentare sind herzlich willkommen.
auch aus büchern von bram stoker kann man schlechte filme machen (anscheinend sogar recht problemlos). "the lair of the white worm" läßt außerdem hugh grant als lord und nachfahre eines drachentöters ziemlich albern aussehen; außerdem hat sein männlicher mitspieler peter capaldi manchmal solche ähnlichkeit mit ihm, daß man gar nicht recht sicher ist, wer wer ist. aber egal.
irgendwann wurde also ein drache erschlagen, oder vielleicht eher eine schlange, jedenfalls ein "white worm", und eine mysteriöse dame will ihm eine jungfrau opfern und zwischendurch noch einige andere leute beißen. sie ist eine mischung aus oversexed vampirin und schlange (im wortsinn), läßt sich von musik schlangenbeschwören, ist aber auch so clever, einfach ohrenstöpsel zu verwenden. außerdem hat sie meistens wenig oder gar nichts an; den frauen, die sie gefangennimmt, zieht sie dafür möglichst viel aus.
dazwischen kommen einige, anscheinend wegen der billigeren nachbearbeitung auf video gedrehte surreale traumsequenzen, in denen von phallischen speeren durchbohrte nonnen eine große rolle spielen. oh, und ein völlig unmotiviert auf- und dann im wortsinne untertauchender junger pfadfinder kommt auch noch vor, der von der bösen schlange, nachdem sie ihn im whirlpool eingeseift hat, gebissen oder kastriert wird oder beides. das alles hat, man ahnt es, keine wirkliche verbindung miteinander, und ist, ob freiwillig oder nicht, eher albern. nur die tatsache, daß der film offensichtlich genau weiß, wovon er redet, und seine phallischen elemente einem ebenso offensichtlich um die augen haut wie die vaginae dentatae, bewahrt ihn vor einem totalverriß: witzig gemeint ist das schon. leider, leider fehlt dem ganzen aber der esprit und die wild auswuchernde phantasie etwa eines "killer tongue".
andere sind anderer meinung: ausführliche betrachtungen und infos zum film finden sich auf einer website, die diesem "masterpiece of modern camp" zu seinem rechtmäßigen platz im gedächtnis der menschheit verhelfen will. na ja.
update 24.2.04: im netz finden sich natürlich auch online-ausgaben des textes von bram stoker.
schon seltsam, wenn der einzige eigentliche fremdkörper in einem film der einzige schauspieler unter den darstellerinnen ist. harvey keitel jedenfalls hat seinem berufsstand in dieses jahr in czernowitz (eine anspielung, bemerkte s* klug, auf den gruß nächstes jahr in jerusalem) keine besondere ehre. eher bestätigte er sämtliche vorurteile, die man so mit sich herumträgt - pathos, oberflächlichkeit und gesten, die einen tick zu groß geraten.
ansonsten dominiert, und das ist angenehm, das kleine, stille, tiefe. regisseur volker koepp schließt mit diesem dokumentarfilm an herr zwilling und frau zuckermann an (den ich leider noch nicht kenne, der aber 1999 auch auf der berlinale gezeigt worden ist) und erzählt von menschen, die selbst oder deren vorfahren aus czernowitz, dem heutigen tscherniwzi, oder aus der bukowina stammen. in den erzählungen, erinnerungen und erinnerten erzählungen ahnt man ein wie mythisch verklärtes vielvölkergemisch und -idyll, das vielleicht so harmonisch nie existiert haben mag, aus czernowitz aber jedenfalls verschwunden ist. umso lebendiger und freundlicher ist das, was man über die mitwirkenden erfahren darf - von mr keitel eben abgesehen, der nur wenig erzählt und noch weniger preisgibt.
die jugend von tscherniwzi - eine linguistik-studentin, die auch für das filmteam übersetzt, kommt ausführlich zu wort - bleibt manchmal unter mehr schlechten denn rechten bedingungen, aber als dieser tanja eine universitäre anstellung in deutschland winkt, sagt auch sie nicht nein. so endet der film in der bewegung (und in begegnung - die junge frau aus der bukowina heiratet einen deutschen), die er, von west nach ost, von ost nach west, schon vorher immer angedeutet hat.
mit schwung und pathos möchte man da das neue europa beschwören und wird vom regisseur gebremst, der berichtet, daß eine der protagonistinnen anderthalb wochen vor der berlinale-premiere verstorben ist.
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© 2004 Rochus Wolff
Diese Seite wurde zuletzt am 09.12.2005 verändert.
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