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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
Übrigens schaue ich auch grundgebührfreies Kabelfernsehen: Ich habe monatlich (im Jahresschnitt) 43.800 Minuten inklusive, die allerdings zum Monatsende verfallen. Genau genommen habe ich ja sogar jede Sekunde eine ganze Sekunde inklusive, die allerdings zum Sekundenende verfällt. Mein Gott, ich muss mehr Fernsehen gucken!
der demagoge: da stelle mer uns ma janz dumm: watt iss en grundjebühr? (via ix, vgl. von dort aus auch herrn webers deutliche graphiken)
oder wie ich mich einmal in der bild-zeitung wiederfand
heute mal eine sensationsgeschichte: mit sex, nazis, geheimen experimenten und verschwundenen dokumenten: ein fall für bild, ganz klar.
es geht um das sogenannte "borghild-projekt". nach der einzigen dazu existierenden internet-seite gab es unter dem projektnamen borghild anfang der 1940er planungen, eine weiblich aussehende puppe herzustellen, die dann den soldaten zur verfügung gestellt werden sollte, um, wie es heißt, den Soldaten die Triebabfuhr zu erleichtern
- schließlich hatte man schon zu viele durch geschlechtskrankheiten verloren.
die puppe, deren entwicklung auf eine Initiative von Reichführer SS Heinrich Himmler
zurückging und dem Obersten Hygieniker Dr. Joachim Mrurgowsky persönlich
unterstand, sollte am deutschen hygiene-institut in dresden gebaut werden. das projekt lag in den händen von franz tschackert, der auch für die "gläserne frau" verantwortlich zeichnete.
borghild.de führte im weiteren en detail aus, welche bekannten frauen zunächst als modelle für die entwürfe erworgen wurden, welche materialprobleme entstanden etc. pp.
die startseite ist zwar inzwischen offline, kann aber im internet archive noch betrachtet werden; die deutsche und englische unterseite mit den wesentlichen informationen sind noch online.
***
die Geheime Reichssache - Das Borghild-Projekt 1941
kam mir erstmals vor etwas über einem jahr unter die finger, als im mai 2004 die anfrage einer kanadischen forscherin über das h-histsex-netzwerk kam, ob irgend jemand näheres über das sogenannte "borghild-projekt" wisse.
ich kramte ein wenig und stöberte und stellte fest, daß sich ohne größere nachforschungen nur wenig herausfinden ließ. dies war einfach: joachim mrugowsky gab es wirklich (auch wenn er sich nicht Joachim Mrurgowsky
schrieb), ebenso franz tschackert und die gläserne frau. so weit, so naheliegend.
für eines der bilder auf borghild.de war bereits in der h-histsex-mail von annette f. timm eine mögliche quelle angegeben: offensichtlich war dieses bild einer schaufensterpuppe geringfügig modifiziert worden; aber das ist ja unter dem bild bereits angedeutet: Rekonstruktionsversuch an einer Schaufensterpuppe (Quelle: Female Runner - Made By Mondo )
- dazu später mehr.
zwei letzte, naheliegende schritte wollte ich noch machen: ich versuchte vergeblich, den admin-c ausfindig zu machen (er steht nicht im telefonbuch, und das hat sich bis heute nicht geändert), und schrieb dann noch je eine e-mail an das deutsches hygiene-museum in dresden und an die auf borghild.de angegebene e-mail-adresse.
natürlich bekam ich nur vom dhmd eine antwort, und die sehr freundlich: nein, man habe von diesem projekt noch nichts gehört, halte sicher auch nichts für ausgeschlossen, habe jedoch aufgrund der Beschreibung der technologischen Prozesse
gewisse zweifel. im übrigen seien bislang auch keine anfragen zum "borghild-projekt" bei ihnen eingegangen.
das schien meine vermutung, es hier mit ausgemachtem dünnsinn zu tun zu haben, hinreichend zu bestätigen. viel weiter mochte ich nicht suchen, und daß ich eigentlich einen launigen blogeintrag dazu schreiben wollte, geriet dann irgendwie zwischen reichlich arbeit und anderen interessanten dingen in vergessenheit.
(pausenmusik. ein jahr geht vorbei.)
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© 2004 Rochus Wolff
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