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reinemachen

· Mittwoch, 9. März 2005 [W] · 16:41 Uhr ·
abt. für bücher , abt. für film

heute habe ich bergeweise papier durchforstet und das meiste unbesehen in den müll geworfen; more to come. als obsessiver informationssammler horte ich allzu leicht stapelweise zeitungen, ausdrucke, artikel, hastenichtgesehen. das ist heute alles gen müll gewandert, nur wenig auserwähltes überlebte diesen purgatorischen anfall, und leider bislang alle uni-unterlagen. next stop: diesen krempel auch noch ausmisten.

ein paar zettel liegen jetzt aber noch neben mir, auf die ich für mich und andere noch einmal verweisen wollte, bevor sie den weg alles zellstoffigen gehen, denn sie sind allemal einen blick oder zwei wert. so fand ich einen ausdruck dieses schönen textes von christian bartel aus dem hanebüchlein, den mir seinerzeit der liebe m. empfohlen und ausgedruckt hatte.

auch viel mir ein artikel zur berliner literaturzeitschrift lauter niemand, die mit durchaus illustren namen aufwarten kann. ich habe eine recht amüsierte erinnerung an eine lesung im eschschloraque mit antje rávic strubel, aber das ist anscheinend auch schon wieder drei jahre her...

noch ein wenig literarisches: dieser artikel bei salon.com (von 2001, zugegeben) befaßt sich mit dem verschwinden der buchrezension aus der großen öffentlichkeit und den ganz gewöhnlichen zeitungen, und hier geht es um die literarische und künstlerische moderne mit ihren manifesten und ihrem sonstigen kampfgeschrei.

The wild manifestos of modernism reveal the splendors and stupidities of the last moment when art mattered enough to hate.

zum abschluß sei noch auf zwei filme verwiesen: zum einen und besonders maelström mit der phantastischen marie-josée croze, den ich vor vier jahren auf der berlinale sehen konnte und der es leider nie in die deutschen kinos geschafft hat - er lief vor ewigen zeiten einmal in irgendeinem dritten programm, das war's auch schon. ein fisch erzählt und stirbt.

zum anderen möchte ich noch auf the craft hinweisen, den ich zwar nicht gesehen habe, der aber von stephanie zacharek positiv besprochen wurde - was meist schon gutes verheißt. auf jeden fall kann ich den ausdruck jetzt wegschmeissen.

vielen dank für ihre aufmerksamkeit.

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Bemerkungen/Kommentare

über ausgemistetes schreiben, bevor man es gänzlich dem gedächtnis einer städtischen müllkippe anvertraut - gute idee! sollte man eigentlich viel öfter machen. ja, aufräumen auch... wobei ich mit grausen an den umzug denke, der mir nun unmittelbar bevorsteht... :o(

von der liebe M., Zeit: 09.03.05 16:54

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