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the bourne supremacy

· Sonntag, 31. Oktober 2004 [W] · 18:49 Uhr ·
abt. für filmkritik

(achtung, spoiler!) nach dem schönen, spannenden ersten teil habe ich mir von diesem film (trailer) doch ein wenig mehr versprochen, aber wahrscheinlich ist das wirklich das schicksal von fortsetzungen... auf eine gewisse weise liegt es tatsächlich daran, daß franka potente, für die ich eine nur schlecht verhohlene, stille bewunderung hege, schon in den ersten filmminuten recht brutal verabschiedet wird. dem film tut das nicht nur deshalb schlecht, weil ihre anwesenheit ihrer abwesenheit stets vorzuziehen wäre, sondern vor allem, weil matt damon als jason bourne damit ein echtes motivationsproblem bekommt.

folgt man nämlich der handlung, so scheint er nur darauf aus zu sein, sich zu rächen für das, was ihm angetan wurde (die liebste geraubt, das leben versaut, usw.: was die cia halt so mit ihren angestellten treibt); de facto rächt er aber gerade nicht, sondern nimmt sich die von franka alias maria postulierte wahl und tötet nicht unbedingt, wenn er könnte. warum dann das alles? wegen des photos von ihr, das er behält und immer wieder anblickt? eigentlich, das sei deutlich gesagt, erwartete ich, daß er sich entweder den strick nimmt oder alles erschießt, was geheimdienst heißt. nichts davon passiert, und das ist wenig überzeugend. (obwohl ein bißchen weniger brutalität einem film im allgemeinen ja eher gut tut.)

und schließlich sind die actionszenen auf jene hektische art und weise geschnitten, die aus unerfindlichen gründen in immer mehr filmen als fetzig und aufregend gilt, in wahrheit aber nur verwirrung, unsicherheit und relativ bald genervtheit produziert: wenn mensch nicht mehr weiß, wer wo da gerade wie gegen wen kämpft, fährt oder springt, dann wird's bald erstaunlich egal, wer da wo gerade wie gegen wen.

das kinoticket ist für diesen film zu teuer, und für einen videoabend empfiehlt es sich, den ersten teil dazu zu sehen, dann wird die handlung vielleicht etwas durchsichtiger.

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