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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
jetzt wird noch der beißende testosteron-gemuff aus den hütten gelüftet, und wir können alle wieder unseren dingen nachgehen: grillen, bloggen, wein und gesang. (leicht modifiziert zitiert von dielu; via it&w)
ein letztes durchlüften also: es scheint so, als hätten sich die die "blogwarte" (via polarluft) endlich ausgetobt. jedenfalls ist klein-bloggersdorf inzwischen genervt von der mehr und mehr ausufernden, nein -rastenden "diskussion", die gestern abend bei kommentar #243 eingeschlafen zu sein scheint (merci!) und vorher vor allem mangelnde diskussionskultur im dorf bewies. männer eben.
derweil fragt die fr ein paar menschen mit ahnung nach den rechtlichen voraussetzungen, nach denen aus weblogs zitiert werden kann/soll/darf, oder nicht (outrage verbittet sich das für alle verständlich gleich ganz; via polarluft), und moe bittet um weitere klärung einiger fragen, die es zu den cc-lizenzen noch gibt (und bekommt auch schon antworten).
finalement schlägt kris vor, doch eine dem medium angemessene gegenwehr zu entwickeln, und im automat verweist man auf einen artikel von herrn praschl zu parallelen zwischen punk und weblogs.
Irgendwann kriegen die anderen das mit. Noch mehr Kids da draußen, die sich jetzt auch alle so ein Weblog zulegen wollen, obwohl sie gar nicht kapieren, was das ist und worum es geht. Sie haben es halt mitbekommen, dass dort ein guter Sound ist und die irrsten Leute miteinander können, und wenn man Glück hat, gibt es Gigs, bei denen jeder jeden linkt. Das wollen sie auch haben. Obwohl sie doch bisher immer nur im Proberaum der evangelischen Jugendgemeinde in so einer Covercombo gespielt haben, das Megabandrepertoire rauf und runter, sogar Kuschelrock. Schmeißen sie alles weg jetzt, schneiden sich die Haare, kaufen sich auch so ein wildes T-Shirt (die gibts nämlich jetzt schon zu kaufen) und probieren es mit Punk. Aber man hört das noch, dass die früher Kuschelcovers gemacht haben. Manchmal spielt sogar einer Klampfenelsen-Folk, nur ein bisserl schneller. Klingt dann fast wie Punk.
[...]
Ganz am Ende: ein paar ältliche Zausel in der Fußgängerzone. Zu fertig, um es noch zu bringen. Alte abgewetzte Lederjacken, irgendeine Misttöle, ein paar Dosen Bier. Aber immer noch ein schöner Iro. Echt Kernseife, kein Gel. Du gehst vorbei und kannst es kaum glauben, dass es die Typen immer noch gibt. Glotz nicht so, zischt dir einer nach, wenn du fotografieren willst, musst du löhnen.
kinners, wir werden noch zu unseren eigenen karikaturen. seid wenigstens selbstironisch genug, das lustig zu finden.
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© 2004 Rochus Wolff
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