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das heute-journal heute aus entenhausen.
vorhin, im penny, drei leute vor mir in der schlange: ein herr im netzhemd, arge schlagseite. zwei tüten, zwei flaschen wein, zwei tetrapaks alkoholisches. er zahlt seine getränke mit kleinstgeld, die kassiererin fischt geduldig aus den kleinen münzen sich das benötigte geld zusammen, und obwohl das eine weile dauert, murrt die schlange nicht. (an manchen tagen ist das so.) das restliche geld schiebt er mühsam mit der einen hand in die andere, wobei ihm das kunststück gelingt, sich trotzdem festzuhalten und also nicht umzustürzen.
drei leute später bin ich also an der reihe und finde vor der kasse liegend einige kupferstücke. sage es der kassiererin, und die bedeutet mir, es doch einzustecken. etwas anderes würde sie auch nicht damit machen. jetzt habe ich aber doch und immer noch ein schlechtes gewissen deswegen.
this is hardly news, aber vielleicht kommt jetzt ja bewegung in die sache (wohl eher nein): simone de beauvoirs buch das andere geschlecht liegt im englischen nur in einer sehr, sehr grottigen übersetzung vor. (über die deutsche kann ich nichts sagen, wäre aber an meinungen & deinungen sehr interessiert.)
jetzt soll wieder einmal eine kampagne gestartet werden, auf daß eine neuübersetzung zustande kommt. anlaß oder zumindest aufhänger ist anscheinend ein artikel in der new york times von sarah glazer.
Today ''The Second Sex'' is widely acknowledged as the founding text of modern feminism. The English translation, a best seller when it was first published in this country by Alfred A. Knopf in 1953, has sold well over a million copies. A staple of women's studies courses, the Knopf translation -- available in Vintage and Everyman editions -- is still the only version in print in the United States today.
Yet American readers may not have been reading the real ''Second Sex.'' In ''The Legacy of Simone de Beauvoir,'' a new collection of essays edited by Emily R. Grosholz, several Beauvoir scholars contend that the English-language translation is so badly botched that it distorts Beauvoir's intent and presents her as an incoherent thinker. One scholar, Nancy Bauer of Tufts University, says that she has counted ''literally hundreds'' of mistakes in translation ranging from elementary bloopers to misunderstandings of scholarly jargon. ''Philosophical terms with a precise meaning in French are turned into the opposite of what Beauvoir says,'' according to another contributor, Toril Moi, a professor of literature and romance studies at Duke University. As a result, ''Beauvoir comes across as a sloppy thinker in English.''
soweit ich weiß, wurde allerdings vor geraumer zeit das angebot englischsprachiger forscherinnen, kostenlos eine neuübersetzung zu erstellen, von den copyrighthaltern (also anscheinend dem verlag) abgelehnt.
(per email via wise-l)
Die Identität ist in dieser Phase des ausgiebigen Selbsthasses noch eine launische Wechselwählerin. (birgit glombitza)
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© 2004 Rochus Wolff
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