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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
thekla, klar.
brunhild. kunigunde. rosa. rosemarie. heidemarie. eigentlich alle mit "marie" am ende.
heute im supermarkt gehört: gloria. die arme war keine drei jahre alt.
[to be continued]
wie vergangenen freitag schon angekündigt, ist die homepage von lilith gardell jetzt finalement online zu bewundern.
noch einmal sei verwiesen auf die zwei vorstellungen von bang! all things bright and beautiful, der von ihr selbst inszenierten musical-revue mit songs von stephen sondheim. rheinländer/innen, die ihr heute oder am freitag abend noch nichts vorhabt, fühlt euch verpflichtet!
lob und beschimpfungen zum webdesign am besten gleich an mich. :-)
Womit wir bei der Pubertät wären. Die ist für die Durchschnittsfamilie, was der Dreißigjährige Krieg für Europa war: totale Entropie, endloser Niedergang, ein emotionales Massaker, bei dem es nur Verlierer gibt.
aus dem sz-streiflicht von heute, letztlich bezugnehmend auf diese meldung.
Condoleezza Rice even had an oil tanker named after her.
den kapitalismus in seinem lauf hält anscheinend auch niemand auf. es wird zeit, wieder einmal die revolutionären jungen frauen in bewegung zu setzen gegen diesen quatsch, der unter dem namen "der pippi langstrumpf-faktor" für (weia!) 25 € in die welt gehauen wird und die mutter (bzw. eben nicht) aller jung-anarchistinnen durch den management-dreck zieht:
Annette Blumenschein und Ingrid Ute Ehlers machen die Romanfigur von Astrid Lindgren zum Ausgangspunkt für eine systematische und handlungsorientierte Management-Strategie. (verlagswerbung)
jetzt mal ganz davon abgesehen, daß "managen mit kreativ-kompetenz" mich schon allein deshalb die palme hoch bringt, weil ich "kompetenz" nicht mehr hören kann. wenn be-we-ell-redemaschinen quatschen ist es allerdings eh immer kompetenz statt können.
angekotztes addendum: und dann noch K.U.N.T.E.R.B.U.N.T. - Der Club für erfolgsorientierte Veränderungsprozesse!
mal wieder zeit für ein lied:
liebe männer, liebe nationalelf-total-geil, liebe fuzzis von der spiegel online-redaktion!
euch hat ja wohl jemand das hirn vernebelt:

screenshot von spiegel.de
wenn herr hitzfeld, wie ihr im dann folgenden artikel auch schreibt, mit seiner familie und vor allem seiner partnerin sprechen will, bevor er sich auf die nächsten jahre für einen neuen job verpflichtet, daran kann man, mit verlaub, nichts schlechtes finden; daß aber frau hitzfeld ihn "freigebe", klingt ja nun nicht nur ein bißchen so, als habe sie ihn vorher in ketten gelegt und eingekerkert, irgendwo in den finstern kerkern ihrer gruseligen burg in den tiefen bergen von transsylvanien...
liebe sportredakteure, es bleibt nur die hoffnung, daß eure partner/innen euch mal für ein paar tage an die kette legen.
trotz der immer etwas vagen anfangszeiten (das eine programmheft sagt 9.20 uhr, die morgenzeitung 9.15 uhr, und anfängt alles dann um 9.10 uhr - wer pünktlich einschaltet, hat die hälfte schon verpaßt) ist kim possible doch immer wieder ein bescheidenes vergnügen. immerhin muß man erstmal auf die idee kommen, einen wildgewordenen schottischen golfer die welt mit schnellwachsendem rasen zu einem einzigen (seinem!) golfplatz machen lassen zu wollen. dennoch: die zahl der fans nimmt langsam zu.
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langsam wird es schon ein bißchen knapp, also soll rasch darauf hingewiesen werden, daß meine liebe freundin lilith gardell (deren homepage ich in den nächsten tagen endlich fertig haben werde) am kommenden mittwoch doppelt premiere feiert.
denn dann ist die erste vorstellung ihrer selbstinszenierten musical-revue bang! all things bright and beautiful zu sehen, Eine Musical-Revue über die Kunst des Liebens... mit Songs aus Stephen Sondheims reichhaltiger Schatzkiste.
hingehbefehl! (zumindest mal für alle rheinländer/innen), premiere ist am kommenden mittwoch, den 30. juni, um 20 uhr, an der werkstattbühne der oper bonn (direkt karten bei bonnticket kaufen). danach gibt's noch eine vorstellung am freitag drauf (2. juli), zur gleichen zeit. karten im normalen vorverkauf, an der abendkasse, per telephon unter (02 28) 77 80-08 oder -22, sowie bien sûr auch online bei theater-bonn.de oder auch bonnticket.de.
massen, strömt!
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von "official bootleg" zu sprechen ist natürlich paradox, ani difranco (mit teilweise neu gebauter homepage, leider vom flash-virus infiziert, dafür endlich mit sachen zum hören und sehen [edit: allerdings leider und unverständlicherweise alles nur im windows media-format. da ist wohl jemand schlecht beraten worden. :-( ]) macht es trotzdem und veröffentlicht jetzt die ersten platten ihrer very own official bootleg series.
When Ani DiFranco first started touring, her steadily growing audiences wanted something to take home, and they had two options: purchase a cassette tape from the back of a Volkswagen Beetle, or bring a tape recorder to the show.
The venues are a little bigger these days, and the albums are a little easier to find, but when it came to releasing an open-ended series of live records, The Little Folksinger is doing it the old-fashioned way.
da die platten im handel nicht zu haben sein werden, bleibt uns hier die hoffnung auf konzerte oder eben mailorder from america. (via apophenia)
von all meinen geliebten, gehassten suhrkamp-büchern ist der wille zum wissen: sexualität und wahrheit 1 mit das zerlesenste, meistangestrichene, benutzte. vielleicht, weil es mein eigener einstieg in michel foucaults denken war und immer noch manche sachen so klar sagt, wie es nötig ist.
Unter Macht, scheint mir, ist zunächst zu verstehen: die Vielfältigkeit von Kräfteverhältnissen, die ein Gebiet bevölkern und organisieren; das Spiel, das in unaufhörlichen Kämpfen und Auseinandersetzungen diese Kraftverhältnisse verwandelt, verstärkt, verkehrt; die Stützen, die diese Kraftverhältnisse aneinander finden, indem sie sich zu Systemen verketten - oder die Verschiebungen und Widersprüche, die sie gegeneinander isolieren; und schließlich die Strategien, in denen sie zur Wirkung gelangen und deren große Linien und institutionelle Kristallisierungen sich in den Staatsapparaten, in der Gesetzgebung und in den gesellschaftlichen Hegemonien verkörpern. (s. 113f.; foucault-bild von wikipedia.org)
heute, man kann schon wieder schier nicht vorbeigucken, vor zwanzig jahren ist foucault an aids gestorben, und während das feuilleton wieder würdigt, gibt's anderswo online ausführliche zusammenfassungen von leben und werk (wikipedia, stanford encyclopedia of philosophy).
leicht aufzufinden sind auch die ubiquitären linklisten, etwa die foucault resources der queensland university of technology oder die foucault-seite von popcultures.com. trotz des seriöseren namens etwas popkultureller kommt theory.org.uk daher, samt foucault action figure, for all the family und foucault trading card mit ultrakurzer werkeinführung.
und dann ist da natürlich noch die band the professors mit ihrem foucault funk nebst ausführlichen erläuterungen der textgenese:
The inspiration for "Foucault Funk" was a suggestion from Marie Radford that the Professors write a blues song about postmodernism.
foucault ist längst im mainstream angekommen. es wird zeit, nachzulesen.
übrigens ist johannes b. kerner auch als sportmoderator durchaus überbezahlt.

von spiegel.de
diese analytische schärfe!
wie sehr es mich freut, wenn eine rechnung kommt, und alles ist nullkommanullnull!
ruuuuudi ist nicht nur die erste meldung in der tagesschau (ist sonst nix nennenswertes passiert?), diese nachricht kriegt auch ernsthaft noch einen eigenen brennpunkt zur besten sendezeit.
addendum: und alle dummen politiker/innen und schauspieler/innen (ulrike folkerts! von der ist man doch solche niveau-senkungen sonst nicht gewohnt!) geben ihren senf dazu. und ede stoiber, unser aller fußballspezialist, hat, gewagt! gewagt!, die ungewöhnliche idee, ausgerechnet ottmar hitzfeld zum neuen bundestrainer zu machen. weia.
und wo wir schon wissenschaftlich daherreden: stimmt's erklärt uns endlich die wahrheit über treibsand: alles nicht so schlimm (via ix).
Treibsand ist nicht trocken, sondern stets nass. [...] Ab einer bestimmten Sättigung mit Wasser aber kann der Sand unter gewissen Umständen anfangen, sich wie eine Flüssigkeit zu verhalten - das ist Treibsand.
(herrn moers' denkenden treibsand aber lasse ich mir nicht vermiesen!)
nachdem die wissenschaft uns schon die durchschnittliche farbe des universums geschenkt hat (sehr schön übrigens: das astronomy picture of the day archive, aus dem sie stammt), gibt's nun vergleichbares zum hören:
the sound from the first million years after the big bang, compressed to 5 seconds (1 second per 200,000 years), and with the volume held constant (wav, 0,5 mb).
weitere infos dazu sowie weitere sound- und videofiles gibt es auf der homepage von mark whittle. toute la chose gefunden beim spiegel.
schwarz ist weiß. harte verhörmethoden sind keine folter.
das haben wir jetzt ja alles schon einmal durchgekaut, keine frage. trotzdem sollte man immer wieder und weiter darauf herumhacken.
Mit der Veröffentlichung hunderter Geheimdokumente hat die US-Regierung den Eindruck entkräften wollen, sie habe im Kampf gegen Terror Folter stillschweigend geduldet. (dies und die folgenden zitate von yahoo; via weltentummler und bundeskanzlerkandidatin)
keineswegs sollte allerdings der eindruck entstehen, die regierung bush habe das gerne, besonders freiwillig oder aus nächstenliebe getan; vielmehr ist der freedom of information act schuld daran, daß sich eine regierung in den usa nur begrenzt hinter der geheimhaltung verschanzen kann; die dokumente, die in diesem fall freigeklopft wurden, finden sich im national security archive (via megawatt).
Präsident George W. Bush betonte am Dienstag, er habe niemals Folter angeordnet und werde dies auch niemals tun, weil dies gegen die Wertvorstellungen der USA sei. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ließ aber vorübergehend harte Verhörmethoden gelten, zu denen der Einsatz von Hunden und das Ausziehen von Gefangenen gehörte.
alles also eine definitionsfrage. bzw. eine machtfrage:
In dem Schreiben [ein memorandum vom 7. februar 2002] hieß es, die Vollmachten Bushs in Kriegszeiten stünden über Anti-Folter-Gesetzen und internationalen Abkommen.
so much for wertvorstellungen. die selbstermächtigende arroganz der präsidentschaftsposition: erst erklären wir den krieg (wem auch immer: ein dunstgleicher, ubiquitärer gegner wie die bösen terrorist/inn/en in aller welt kommt da gerade recht - da kann man natürlich journalist/inn/en behandeln wie andere unerwünschte einreisende auch: gefängnis, handschellen, abschiebung) und dann den krieg zum grund für alle abweichungen von recht und gesetz, die wir schon immer haben wollten. sicherheitspakete galore.
und damit ist die grundsätzliche debatte um folter noch nicht einmal angesprochen.
Mädchen: Ich weiß sowieso nicht, was der Unterschied zwischen evangelisch und katholisch ist.
Junge: Die Katholen finden Maria noch besser als Jesus.
Mädchen: Und wen findest du besser?
Junge: Jesus. Klar.
Mädchen: Klar. Ich find alles gut. Außer MacDonald's.
herrje, ist mir wieder mal ganz durchgerutscht, daß diese tage jetzt auch schon wieder angefangen haben. immer auf 3sat, 8.55 bis 13 und 15 bis 18 uhr. infos zu den autor/inn/en finden sich hier, der zeitplan steht natürlich auch schon fest. happy reading!
die wissenschaft hat festgestellt (und ich hab's bei blogosfear gelesen): teilweise kann man den Eindruck gewinnen, als ob wenig selbstsichere Männer ihre Defizite über die Homepage wettmachen wollen.
genau, har! har! erblasst vor meiner homepagekraft! sinkt in die knie vor meiner htmachtl! ihr seid dreck! ich bin mein eigener homepagegott! har! har! har!
ix möchte gerne, per email, wissen, was es mit meiner kryptischen bemerkung, geäußert auf seinen bericht über ein zusammentreffen mit edelgard bulmahn im prenzlberg hin, auf sich habe: "ich habe mal für sie getippt". (ja, sie geistert, die dings-ministerin (also, bundesministerin für bildung und forschung, für die so wißbegierigen wie ahnungslosen), durch den online-äther.)
so also tippte ich für edelgard bulmahn:
ich war gut behandelter lohnstudent für späte arbeitsstunden bei einem berliner online-portal, das vor der letzten bundestagswahl alle möglichen politiker/innen eingeladen hatte, sich doch ganz modern im chat mit wahlberechtigten zu unterhalten. tatsächlich kamen so einige (natürlich gleichmäßig auf die nennenswerten & wählbaren parteien verteilt), allerdings alle an tagen, an denen ich nicht gearbeitet habe (g. gysi zum beispiel hätte ich schon mal gerne getroffen). e. bulmahn jedenfalls konnte nur abends (eh meine arbeitszeit), und an einem tag, an dem die ganzen sonstigen tippkräfte keine zeit hatten. (denn natürlich tippten die promis nicht selbst. bzw. weiß ich das nicht, aber frau bulmahn jedenfalls nicht.)
also wurde ich gefragt, ob ich nicht noch ein bißchen extrazeit auf meinen lohnzettel schreiben wollte und für die bundesbildungsministerin tippen.
es war dann alles eher harmlos. sie rauschte irgendwann mit persönlichem assistenten im schlepptau herein, vorstellung hier, hallo da, was möchten sie trinken, obstteller. frau b. saß also rechts neben mir und verspaß trauben & dgl., ihr assistent kramte ab und zu in seinen papieren, aber die meisten zahlen hatte die frau ebenso im kopf wie die antworten auf alle möglichen fragen. schwer zu sagen, ob das nur abgespulte standardantworten waren oder was. die fragen wurden gesammelt & moderiert weitergegeben, ich tippte der ministerin antworten.
zwischendurch fiel mir dann auf, daß ich (wie immer noch) alte rechtschreibung tippte, was sie aber nicht so schlimm fand - hat mir dann aber das eine oder andere mal gesagt, wie's richtig geht. zum schluß war immerhin noch ein moment zeit, um ihr zu sagen, daß ich nicht so ganz überzeugt bin von einigen hochschulreformregelungen (zwölf-jahres-regelung und juniorprofessuren & so), aber ich weiß schon nicht mehr, was sie gesagt hat.
(geändert hat es auch nix.)
und weg war sie, nach hause; morgens um sieben oder so hatte sie schon den nächsten termin.
schön ist's. postkarten aus köln.

(via plural.istisch.de)
Die gute Tat
Heute abend beim Fußballspiel die ARD-Zuschauer-Hotline (0180/5678000; 12 Cent/Minute) anrufen und sagen: "Mir geht die Einblendung für Ihre Zuschauer-Hotline irre auf den Sack. Schaffen Sie die bitte ab."
die totholz-ausgabe der sz berichtet heute über eine art seti@home für den klimaschutz: unter climateprediction.net kann man sich über das projekt der universität oxford informieren und (bislang nur für windoof, bald aber wohl auch für linux und mac) das entsprechende programm herunterladen.
die sz schreibt: das szenario benötigt bei einem pentium-4-prozessor mit 1,4 gigahertz traktung etwa 10 tage rechenzeit. wer seinen rechner nachts eingeschaltet lasse, könne in einigen wochen einen beitrag zur klimaforschung leisten, versprechen die wissenschaftler.
fast automatisch stellt sich die frage: ist das denn gut für die umwelt, wenn die rechner die ganze zeit laufen? natürlich nicht; aber die wissenschaftler/innen sind der meinung, es lohne sich dennoch:
Note that the extra greenhouse gas emission generated by the use of your PC is very small (for explanation, see our very detailed answer to this issue. However, if you need to switch your computer off (for example when you go on holidays), you will not lose all the previous results. The simulation will be saved and will restart from the last place it reached.
daß sich die der folter angeklagten soldat/inn/en jetzt damit verteidigen, daß dies normal gewesen sei, weil es ja von oben angewiesen wurde; daß die gefangenen menschliche behandlung ja nicht verdient hätten, weil sie ja qua anweisung terrorist/inn/en gewesen seien - ist zwar insofern richtig, als es der einzige weg sein mag, unter den herrschenden bedingungen die entscheidungsträger vor gericht zu zwingen. es ist aber gleichermaßen elend und widerlich und zeigt vor allem, daß sie selbst, die die taten ausführten, den ihnen ausgelieferten gefangenen keine spur menschlichkeit entgegenbrachten und sich offensichtlich der meinung ihrer vorgesetzten anschlossen. dafür gehören sie genauso bestraft wie ihre vorgesetzten, und mit mehr als einem jahr gefängnis "höchststrafe".
okay. dies ist der einzige grund, um mein selbsterklärtes em-schweigen zu brechen: ich bin beruhigt. der "vollstrecker" pfeift noch, und zwar in diesem moment. pierluigi, willkommen zurück auf meinem bildschirm.
addendum: play by the rules
So the combination is one, two, three, four, five? That's the stupidest combination I've ever heard in my life! (spaceballs)
viel klüger sind waren die amerikanischen nuklearkriegentscheider auch nicht. bruce schneier verweist in seinem cryptogram auf einen fascinating article about nuclear security. Robert McNamara, the U.S. Secretary of Defense, added a security layer to the Minuteman missile launch procedure by protecting them with an 8-digit "Permissive Action Link" code. But the Strategic Air Command, fearing that the retrieval and entry of these codes might be an impediment to speedy launching of the missiles, quietly decreed that the code should always be 00000000.
(scary news via megawatt)
eigentlich müßte man ja auch verbieten, darauf hinzuweisen, daß es theoretisch möglich wäre, z.b. aus unbestimmten gründen, auf die möglichkeit hinzuweisen, sich über bestimmte regeln hinwegzusetzen, die niemand aufgestellt hat, die aber andere gerne eingeführt sähen, was dazu führte, daß man den vorschlag machen könnte, mit bestimmten dingen auch dinge zu tun, die evtl. verboten sein könnten. oder erlaubt. oder so.
z.b. könnte man ja auch die herstellung von nagelfeilen verbieten, weil man damit angeblich vielleicht flugzeuge entführen könnte. oder war es jetzt schon beihilfe zum terrorismus, das auch nur zu schreiben?

sieht irgendwie bösartig aus, so'n bißchen gruselig, nicht? think böse mundwinkel. think, and scratch your brain.
vielleicht ist die ähnlichkeit gewollt. 's ist ja auch nicht zum wohlfühlen. sondern ein urnendeckel. (via megawatt)
später nachtrag zum selbstportrait mit tasse: herr m. sammelt in seinem pepilog die bilder, die sich die blogosphäre von sich selbst macht. wohlgefallen! (aus meinen logfiles.)
zoidworld hat seine nacktmull-seite noch ein wenig aufgespeckt und jetzt auch noch ein paar banner gebastelt, der verlinkung halber. aber gerne:
und ganz im sinne des nacktmull-branding (he, bei mir dauert's halt noch ein bißchen) gibt's auch dorten schon t-shirts, höschen und mousepad im hauseigenen (spreadshirt-)online-shop.
We're extremely excited to present YOU VQPI, an up-and-coming entertainment company that's soon to be all over the news. Rarely a company comes along with such an absolute potential for success.
ja doch, aber wer vertraut schon - das versteckt sich sich hinter vqpi - einer firma namens "vanquish productions, inc."? zumal das preßfleisch in meinem briefkasten sich nicht recht entscheiden konnte, ob ich die tollen fernsehsendungen von vanquish angucken oder doch lieber ihre aktien zeichnen sollte.
dann aber, du ahnst es nicht, am ende der mail der vielleicht ausführlichste disclaimer in spam history:
This information is for informative purposes only and should not be interpreted as an offer or suggestion of an offer to buy or to sell VQPI. This assembled information is based on information supplied by the company, press releases, public filings, or from other sources believed to be reliable, but no representation, articulated or implied, is made as to its accuracy, totality or exactness. This information is subject to change without notice. Small cap companies, micro cap companies and/or thinly traded companies are intrinsically risky and unpredictable; therefore the risk of losing some or all should be calculated. Please always do your own due diligence and consult a financial advisor. Dissemination Services, LLC accepts no liability for any losses arising from an investor's reliance on or use of this report. [...] Such forward looking information involves important risks and uncertainties that could affect actual results and cause them to differ materially from expectations expressed.
so ehrlichen spam hatte ich noch selten: kauf mich nicht! gefährlich!
(spam-bonus: suentese fand im preßfleisch sogar konkrete poesie.)
auch die new york times hat, wie ich der heutigen sz-beilage entnehmen kann, sich jetzt dem thema ikonographie der folter-bilder angenommen.
der kurze text von sarah boxer (bei der nyt schon im kostenpflichtigen archiv verschwunden, bei startribune.com allerdings noch einsehbar) enthält wenig neues und ist eher ein wenig zu kursorisch. so stimmt es nicht ganz (wie im übrigen auch die dem artikel beigegebenen bilder zeigen), daß one [picture] alone has become the icon of the abuse, nämlich dieses.
daß You need less than a second's glance to know exactly what it is, verdankt das bild dem umstand, daß es einen bestimmten kontext hat, der irgendwann (in mehr als einer sekunde) deutlich gemacht wurde.
und vielleicht ist mein englisch zu schwach, aber das ende des artikels bleibt in meinen augen kryptisch:
The hooded figure on the box -- echoing robed and veiled Muslim women -- becomes every Muslim. The photo is an ad for martyrdom, made in America.
wird mit dem bild also werbung dafür gemacht, sich der folter durch amerikanische soldat/inn/en zu unterwerfen? wohl kaum. werbung für amerikaner/innen, zu märtyrer/inne/n zu werden? wohl kaum. natürlich schreit das bild das unrecht heraus, in dem es entstanden ist, und das wiederum mag wie ein aufruf zum widerstand gegen die amerikanischen truppen wirken. aber etwas komplexer als einfach an ad for martyrdom ist es dennoch.
wie aufmerksame beobachterinnen sicher auch selbst feststellen, habe ich meinen linkdump jetzt (probehalber und erstmal nur auf der startseite) in das hauptblog integriert. [edit: der linkdump wird auch weiterhin nur auf der startseite zu sehen sein - ansonsten auf seinen eigenen seiten. dafür passen die seiten hier jetzt vom aussehen her wieder einigermaßen zueinander.] dabei habe ich mich eng an die vorschläge von matt kingston gehalten und diese dann noch ein wenig hin- und hergetweakt. comme il faut. für kritik und anmerkungen (ich hoffe, daß es dem lieben m. ein bißchen besser gefällt als noch gestern) bin ich dankbar.
bei der gelegenheit habe ich die nice title tags erst einmal wieder abgeschafft. nervte.
laute countrymusik von oben macht regenwetter auch nicht besser.
It's probably no surprise that I don't enjoy "popular" or "Top 40" music. It's corporate, bland, overplayed, unoriginal, boring, bland, and boring, It's also dumb.
branden von nintendorks hat bei something awful eine zusammenmischung zweier lieder von nickelback gefunden, die klar macht: alles der gleiche kram. alles schon mehrfach dagewesen. alles, ähem, das gleiche lied. (via argh!)
I am Mr. Laurent Mpeti Kabila, a senior assistant leader of the Revolutionary United Front of Sierra Leone.
I present to you an urgent and confidential request: I request your attendance at The 3rd Annual Nigerian EMail Conference. This is an excellent opportunity to meet your distinguished colleagues, learn new marketing techniques, and spend your hard-earned money. Attending this conference demands the highest trust, security and confidentiality between us.
die konferenz war leider schon im vergangenen november, aber vielleicht kann man irgendwo - für wenig geld? - die tagungsdokumentation bekommen? oder wenigstens das endgültige programm?
The actual schedule of events and participants depends on various trial outcomes and extradition hearings.
(via argh!)
gestern in der sz gesehen:
vorwärts immmer - rückwärts nimmer, ein projekt von moritz bauer und jo wickert, die 1991 durch neufünfland gefahren sind und photographiert haben, was ihnen vergänglich erschien - oder auch nicht. im frühjahr 2003 haben sie anhand ihrer aufzeichnungen genau die gleichen bilder noch einmal aufgenommen. herausgekommen ist für schlappe 14 euro 90 ein buch, das auf sehr hübsche weise (zumindest soweit dies die bilder auf der homepage ahnen lassen) dokumentiert, was sich in den letzten zwölf jahren alles verändert hat - und was nicht.

vorher - nachher. screenshot von vorwaerts-rueckwaerts.de
von einigen bildern haben sie leider nicht mehr ausfindig machen können, wo sie genau aufgenommen wurden; ortskundige sind dringend aufgefordert, bei der suche nach den orten zu helfen. und auch für freunde des geocaching ist etwas dabei!
jürgen schmidt warnt auf heise security vor leichtsinn beim surfen mit mozilla und firefox. anders, als fans es gerne darstellten, sei nämlich mozilla keineswegs absolut sicher gegen dialer, trojaner und andere böse, böse software abgesichert:
Tatsächlich ist es so, dass Mozilla in bestimmten sicherheitsrelevanten Bereichen sogar hinter dem Internet Explorer zurückbleibt. Speziell die Mechanismen für Browser-Erweiterungen sind praktisch nicht gegen böswillige Aktivitäten Dritter gesichert.
lesen! trotzdem firefox installieren!
es hat dann doch noch ein bißchen länger gedauert als erwartet, aber mozilla 1.7 ist da. note the release notes. und, übrigens:
Do not install over an old Mozilla version.
cory doctorow hat bei microsoft research einen vortrag über digital rights management gehalten.
Here's what I'm here to convince you of:
1. That DRM systems don't work
2. That DRM systems are bad for society
3. That DRM systems are bad for business
4. That DRM systems are bad for artists
5. That DRM is a bad business-move for MSFT
der vortrag ist public domain (via boing boing). es wäre schön, wenn mr doctorow damit die welt retten könnte, aber das wird wohl noch ein bißchen dauern; zumal microsoft seinen ideen kaum folgen wird.
bbc hat tips, wie man ulysses-kenntnisse vortäuscht, sowie einige kurzzusammenfassungen (via boing boing).
...and yes I said yes I will Yes.
also was so ein richtig gestandenes unwetter ist, das macht eine/n auch trotz regenschirm und -mantel in nur einigen wenigen sekunden so richtig naß. das hat fast schon wieder stil.
(auf jeden fall ist das nicht so'n risi-bisi-wetter wie sonst dieser tage.)
monsieur le schockwellenreiter verweist zurecht auf das open source jahrbuch 2004, das käuflich oder kostenlos als pdf-download von 3,5 megabytes zu haben ist.
allerdings kann man, und das ist eh praktischer, auch die einzelnen artikel aus dem inhaltsverzeichnis heraus runterladen.
der liebe m., ein steter quell der freude, weist mich per mail auf paxbook.com hin, ein christlicher buchshop, der verdammt nach einem direkten amazon-ableger aussieht - und mit lateinischen buchbeschreibungen aufwartet.
die ähnlichkeit mit amazon ist tatsächlich nicht sehr unauffällig - ob man sich von ganz oben gegen plagiatsvorwürfe geschützt fühlt? neben büchern gibt es auch multimedia-tralala, musik, "handgefertigte ikonen" und rosenkränze.
topseller ist allerdings de exorcismis et supplicationibus quibusdam, vulgo die Neufassung des Rituals, das seit 1614 von der Kirche bei Fällen von teuflischer Besessenheit angewandt wird (sagt die ard).
die christenheit ist schon ein tolles völkchen.
am montag hat xeni jardin bei boing boing etwas über den "hot party game trend cockroach racing" geschrieben und war jetzt so freundlich, meinen hinweis auf die bereits seit einiger zeit stattfindenden berliner kakerlakenrennen (artikel darüber gab's z.b. in der berliner zeitung und in der taz) in einem neuen posting aufzunehmen. ich fühle mich wörtlich zitiert. sogar die grammatik-fehler sind dringeblieben. (aua!)
manchmal übt auf mich auch die frage, ob die person, die das weblog liest, 'echt' ist oder nicht, große faszination aus. (das netzbuch: online-identitäten)
anstrengend ist's - in der medienwelt da draußen kann man sich vor europameisterschaft nicht retten, und selbst im rückzugsgebiet blogosphäre gibt's anscheinend kein halten, wenn kahn, bartez oder wer auch immer nicht ordentlich hält.
klare sache also: hier wird's keine em-berichterstattung, meinungsäußerung oder sonstwas geben. nur soviel: gestern haben monsieur r. (zu lange nicht mehr gesehen - schön war's) und ich nebst la s*** (die eigentlich schon woanders sein wollte) "das spiel" gesehen. es gab bier und knabberkram, und wir bemühten uns redlich, durch standardkommentare und grölen echte männlichkeit zu zeigen. fazit: wir sind da zu reflektiert, um zu unbedingten fans und ruuudi-brüllern zu werden. und der kaiser morpht vor meinem inneren auge schon zu ede stoiber: auch nicht angenehm.
im spiel war alles viel zu viel klein klein im mittelfeld, oder so. jetzt erstmal wie werde ich heribert faßbender lesen und sich leise darüber freuen, daß es noch bis ende nächster woche keine b. kerner-talkshows geben wird, die ich sowieso nicht gesehen hätte.
er ist im übrigen als moderator überbezahlt.
addendum: ich bin jedenfalls nicht der einzige, den's nervt:
Ich bin kurz davor eine Personal Firewall mit Inhaltsfilter zu installieren, um mich vor diesem Fussball EM Schmonz zu schützen.
Introibo ad altare Dei.
bild von wikipedia.org
gefeiert wird heute die hundertste wiederkehr des joyceschen bloomsday. bzw. natürlich eigentlich noch nicht, da ulysses erst am 2. februar 1922 wirklich fertig und gedruckt war; aber man wird ja noch retrospektiv argumentieren dürfen.
egal. james joyce ist mir zwar schon eine ganze weile lang immer wieder über den weg gelaufen (und denkwürdig die nacht, in der mein damaliger mitbewohner seine zimmertür aufriß, um mit triumphierender gebärde seinen soeben zu ende gelesenen ulysses-band durch den flur zu schleudern), aber herangewagt habe ich mich erst vor etwas mehr als zwei jahren. dann immerhin samt literaturwissenschaftlichem referat an finnegans wake, das seitdem mein großes ungelesenes lieblingsbuch ist (gelesene lieblingsbücher zu haben ist leicht; da habe ich viele).
selten vorher oder nachher ist mir ein so faszinierendes, schönes und wirklich zugleich! rätselhaftes buch (ohne glossar oder konkordanz ist man sowieso aufgeschmissen, wenn man irgendwas "verstehen" will - aber "verstehen" bedeutet im zusammenhang von finnegans wake nicht viel) begegnet. mit unglaublicher belesenheit und wirrstem sprachwitz macht joyce aus banalem funkelnde sprache.
ganz gelesen habe ich finnegans wake dennoch nicht und werde es wahrscheinlich auch nicht. (salon.com hat erfahrungen von einem leseversuch sowie einen audioclip von james joyce himself, der ein stück vorliest - eines meiner lieblingsstücke.)
zum ausgleich gibt's heute nicht nur die ulysses-taz (auch online), sondern ich werde auch, endlich, mit meinem ulysses anfangen, englisch, in der schön billigen oxford world's classics-ausgabe. dieser tag ist so gut wie jeder andere.
macht mir mut. sprecht mir zu. und verlangt stets den aktuellen zwischenstand, damit ich mich nicht aus faulheit drücke. dies ist ein wahres work in progress.
zum online mitlesen gibt's die eine oder andere (durchsuchbare) ausgabe, aber auch anmerkungen als lesehilfe.
und botheration hat james joyce's ulysses: one page every day (wie vermutlich noch ein paar andere projekte auch).
und los geht's:
STATELY, PLUMP BUCK MULLIGAN CAME FROM THE STAIRHEAD, bearing a bowl of lather on which a mirror and a razor lay crossed. A yellow dressing gown, ungirdled, was sustained gently-behind him by the mild morning air. He held the bowl aloft and intoned:
-- Introibo ad altare Dei.
die taz ist morgen die ulysses-taz.
Und so funktioniert das Ulysses-Projekt: 18 taz-RedakteurInnen nehmen sich der 18 Kapitel des Buches an - und schreiben einen neuen "Ulysses". Unter Beibehaltung der Struktur und teilweise auch der unterschiedlichen Erzählweisen des Buches (vom Drama über einen inneren Monolog bis hin zum Interview) wird so das 1.000 Seiten umfassende und 1922 erstmals erschienene Joyce-Werk an einem Zeitungstag lesbar.
Die taz-Sonderausgabe wird aufgemacht sein wie ein Buch. Mit Buchumschlag, ohne Fotos, nur Text - ganz puristisch. Es wird an diesem Tag nur "Ulysses" geben - keinen aktuellen überregionalen oder regionalen Teil.
wer solche freunde hat, den will doch keine haben:
Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, hält eine Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel für durchaus denkbar. "Ich bin ja selber Chauvinist, deswegen muss ich vorsichtig sein, dass der Chauvinismus nicht mit mir durchgeht", sagte Glos am Montagabend in der N24-Talkshow "Was erlauben Strunz". "Aber ich kann mir Frau Merkel gut als Bundeskanzlerin vorstellen." Er sei in der Unionsfraktion ihr erster Stellvertreter "und einer ihrer größten Verehrer in der CSU", fügte er hinzu. (von yahoo news, via m., per email)
in der gleichen sendung verglich glos ja auch die grünen mit zecken; doch davon abgesehen bleiben seine äußerungen ein wenig kryptisch.
was soll "ich bin ja selber chauvinist, aber merkel find' ich gut" bedeuten? daß er so'n antifeminist ist wie sein boß edmund? daß er den chauvinisten koch eigentlich besser fände? daß angela merkel als chauvi in betracht zu ziehen wäre? oder daß er einfach des deutschen nur mächtig ist, wo das bedeutet, nicht ausländisch zu sein.
oder einfach: ich bin stolz, ein dummbatsch zu sein?
hessi verweist auf ie7 von dean edwards:
Für alle die noch nix davon gehört haben: Der IE7 ist quasi eine Sammlung von Skripten die dem Internet Explorer bei der Darstellung von diversen CSS Features - mal nett ausgedrückt - "unter die Arme greifen". Plötzlich kann er dann Sachen wie:
- fixed positioning
- :hover für alle Elemente
- :first-child, :last-child
- ... und noch einiges mehr
ja. schön das. jetzt müßte man nur noch alle trandösigen ie-nutzer/innen (die inzwischen statistisch sogar hier die mehrzahl der hits verursachen) dazu bekommen, ie7 auch zu verwenden, damit man guten gewissens und ohne hintergedanken an eventuelle inkompatibilitäten einfach standardkonform schreiben kann... aber das wird wohl nix.
hat's jedenfalls nicht gelegen. berlin: cdu 26,4 %, grüne 22,7 %, spd 19,2 %, pds 14,4 %, fdp 5,3 %.
dafür leider auch reps 1,4 % und npd 0,9 %. noch nicht ganz ferner liefen die grauen mit 3,9 %, die tierschutzpartei mit 1,6 % und die frauen 0,5 %.
irgendwas sagt uns das über berlin.
hier der wahlergebnisvorschlag der holzimitat-wg:

das große unten ist grün. farbecht ist nix
jetzt erstmal party. :-)
mach ich ja gleich. nochmal für alle zum mitschreiben: is wichtig.
nicht nur von wegen demokratie und bürgerinnenrecht (nicht -pflicht, übrigens), sondern auch allein deswegen, damit die rechten nicht ins europäische parlament kommen und auch möglichst keine wahlkampfkostenerstattung bekommen, spam hin oder her. die kostenerstattung hängt nämlich an prozenten, nicht an absoluten zahlen.
mein vorschlag für die planloseste wahlwerbung zur europawahl ist die partei bibeltreuer christen, die "gegen okkultismus" plakatierte, als träfen sie die mitglieder des hohen hauses zu brüssel regelmäßig in finstren kellern zu sitzungen rund ums große pentagramm. und katzen werden da auch immer geschlachtet.
andere vorschläge gern gesehen.
zeitdiebstahl von selten erreichter wirksamkeit: railroad tycoon (flash, via geisha).
highscore-tabelle gibt es keine, was sicherlich auch ganz sinnvoll ist, denn mit ein wenig geschick kann man den zug im kreis fahren lassen, ein paar kaffee trinken und europawählen gehen und ist zackizacki bei ganz vielen punkten.

dauernd rumbauen macht aber viel mehr spaß. tschuu! tschuu!
das wird ja ein richtiges männermagazin hier. frauen, autos und jetzt auch noch waffen.
(via wirres.net)
Betreff: I'm a sad girl...
Von: secretGurl@rochuswolff.de
Datum: Fr, 11.06.2004, 12:45
An: mail@rochuswolff.de
Hi Mail,
Like me, odore me! ;-)
Attached file will tell you everything.
Kind regards, SecretGurl

"drollig!" schreibt der liebe m., und recht hat er, wie stets: das döner-quartett, über das spiegel online schreibt und das unter doenerberlin.de zu haben ist, scheint wirklich allerliebst zu sein. und einige der dönerbuden kenne ich selbst als neukreuzberger schon recht gut - etwa das süd bistro - immer gut für den großen hunger nach einer langen sitzung in der bibliothek.
danke, alder!

eine frau soll gesteinigt werden. jesus tritt vor die menge und sagt: "wer von euch ohne sünde ist, werfe den ersten stein!"
plötzlich kommt ein riesiger wacker geflogen und trifft die frau am kopf. tot. jesus dreht sich um und meint:
"mutter, manchmal kotzt Du mich echt an..."
(von vasili)
spiegel online sieht wieder mal sex und berichtet über eine superdupermännerwerbeidee von penguin im vereinigten königreiche. wenn man das richtige buch - natürlich von penguin - mit sich herumschleppt (in diesem monat 31 songs von nick hornby) und von penguins "stunning good booking girl" gesehen wird, kann man tausend pfund gewinnen. und wird auf offener straße (wow!) von einer frau angequatscht.
denn: A new independent survey carried out by NOP proves that women prefer men who read books.
nothing new there. alles weitere überflüssigerweise auf goodbooking.com.
Herr und Frau Schmidt schauen sich ein Stück über den Holocaust an und weinen bittere Tränen. Bis die Dame seufzend bemerkt: Unter Hitler wäre so was nie passiert.
(george tabori; aus dem suedkurier, via vasili)
wieder mal ein grund, den eigenen computer nicht würmern oder viren zu überlassen (also am besten gleich: nicht microsoft): seit heute morgen gibt's rechte propaganda per spam-netzwerk.
inhaltlich zum kotzen ist das allemal; ob die spam-aktion politisch bzw. publizistisch geschickt ist, sei mal dahingestellt. ich bin ja eher geneigt, unternehmen zu boykottieren, die mich mit spam oder (schreibt's euch doch mal hinter die ohren) popup-fenstern nerven. das hindert mich nämlich daran, das zu tun, was ich eigentlich tun will.
ein blick auf diesen beitrag im mehrzweckbeutel brachte mir wieder einmal kante ins gedächtnis und ihre doch recht vergnügliche komposition: summe der einzelnen teile (mp3, 3,6 mb).
und kräftig die hüften dabei schwingen! (bei nothing, via parka lewis)
heute um eine viertelstunde verpaßt: bauchtanz in der fu-mensa. nein, wirklich. i kid you not.
und danke für die verspätung.
diese woche bei maischberger (Erstsendung Dienstag bis Freitag um 17.15 Uhr):
- Dienstag, 08. Juni 2004: Zu Gast: Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist
- Mittwoch, 09. Juni 2004: Zu Gast: Christoph Matschie, SPD, Thüringens Spitzenkandidat
- Donnerstag, 10. Juni 2004: Zu Gast: Toni Schumacher, Torwart-Legende
- Freitag, 11. Juni 2004: Maischberger kompakt - Die besten Gespräche der Woche: Jean Pütz, Wissenschaftsjournalist - Christoph Matschie, SPD, Thüringens Spitzenkandidat - Toni Schumacher, Torwart-Legende
andere als beste gespräche führt frau maischberger natürlich nicht.
zeiten der panischen hypes: michael preidel wollte eigentlich ins kino gehen.
einerseits ist da die duckomenta (und, donald, entigsten und herzlichsten glückwunsch zum 70.!).
und dann gibt es diesen schönen photoshop-contest, und ich kann mich gar nicht satt sehen und schon gar nicht entscheiden, welches bild mir am besten gefällt.
dieses hier wahrscheinlich, weil sich der hund stilistisch so schön ins bild einfügt.

andererseits, der frosch...
sehe gerade beim mehrzweckbeutel, daß das instant blitz copy fight project erste früchte trägt. ab jetzt also nur noch mit einwegkamera ins kino.
richtig, richtig geärgert hat mich der verpfeift die anderen, ihr verdächtigen bösewicht-zuschauer, die ihr meine miete zahlt-hinweis übrigens in meinem lokalen programmkino. und der film war so gut, daß ich demnächst wohl noch einmal ins kino gehe dafür. bzw. unter freien himmel.
was man beim weggehen in berlin so lernt:
- die coolen leute in westberlin sind noch provinzieller als die leute im osten,
- der hackesche markt ist inzwischen so angesagt, daß eine liveband dort ganz ungeniert dire straits-coverversionen spielen darf,
- starbucks hält sich für so toll, daß man 4 € zahlen muß, um eine mit deren logo bedruckte billigtasse erwerben zu dürfen und
- besoffene männer nerven mich mehr als noch vor ein paar jahren.
alles in allem ein lehrreicher abend. schön war's auch. :-)
Das Weblog ist die Fortsetzung der persönlichen Homepage mit anderen Mitteln.
when you break it all down, blogs are just websites - like everything else on the web.
kristina maroldt von der sächsischen zeitung hat für die gestern erschienene sz am sonntag einen freundlichen artikel über nacktmulle verfaßt, der wahrscheinlich bis zum nächsten wochenende als leseprobe (pdf, 169 kb) online zu finden ist.
meine begeisterung für die tiere kommt zwar sicherlich nicht daher, daß, wie frau maroldt schreibt, die nacktmulle mit Voraussetzungen zurechtkommen, die den Menschen möglicherweise auch irgendwann einmal erwarten und mit denen er teilweise schon jetzt zu kämpfen hat - und deshalb als vorbild für uns krisengeplagte dienen könne. in dem artikel komme auch ich dennoch vor und fühle mich geschmeichelt. und das beigefügte nacktmull-bild ist ein gar hübsches.
heftiger dank nach dresden!
wahrlich, zehn jahre ist das her, daß du das erste mal nicht existiertes. da war u. gerade dorthin gegangen, gehirnwäsche und so. ach zeit (fugit). alter wird spürbar daran, daß man internetgeschichtchen schon seit ihrem ersten auftreten kennt (traditionell, aufgepeppt, journalistisch).
what is belief if not the doubt that certainty is probable?
(via birtes (und tills) blog)


disney hat, neben dem bereits gestern beschriebenen "bueno nacho rufus" noch mehr rufus/nacktmull-merchandise zu bieten, allerdings bislang nur auf der amerikanischen website. neben dem plüschtier-rufus (rechts) gibt's auch dort noch eine "bueno nachos"-variante.
aber das ist keineswegs alles. auch anderswo gibt es stofftier-nacktmulle, und die band before the rain hat einen nacktmull-song eingespielt sowie ein live-video aufgenommen, das mit bildern von nacktmullen nicht geizt.
focus-tv übte bei einem bericht über den 1. mai in kreuzberg das fakten schaffen (via polarluft), indem bilder aus den vergangenen jahren dazwischengeschnitten wurden. denkwürdig war an jenem tag ja auch, wie bei einem der vollzeit-nachrichtensender (n-tv oder n24, ich schmeiße die immer durcheinander - einer von denen zeigt auch immer wieder hurrapatriotisch-amerikanische "dokumentationen" über die neueste waffentechnik der us-streitkräfte --- aber ich schweife ab) die dame im studio schon ganz hysterisch das chaos und noch mehr chaos beschwörte, um schließlich nach kreuzberg zu schalten.
dort stand auf dem mariannenplatz hier um die ecke inmitten friedlicher menschen ganz entspannt der journalist vor ort und versuchte ihr ziemlich vergeblich zu erklären, daß gar nichts, aber auch wirklich gar nichts passierte, außer daß friedliche menschen feierten. die anchorwoman war nicht wirklich überzeugt davon und hakte nach und nach, machte sich aber nur lächerlich dabei.
zwei stunden später war dann wirklich ein bißchen randale. aber eben keine brennenden autos in kreuzberg.
schorle-sorten. (obvious pun: was würde schorlemmer dazu sagen?)
oder ist es eher hochhausboot?
so etwas kann passieren, wenn ganz viele layouter dringend nach einer visualisierung des wurm-problems schreien. courtesy of your friendly deutsche presseagentur. weia.
oder: schon wieder ein grund, warum man die kontrolle über photographien seiner selbst behalten sollte (via shithappens).
busybee simuliert einen arg beschäftigten mac - da hat man zeit zum kaffeetrinken (via it & w). gibt's das auch für windoof oder linux?

zoidworld hat, nach all dem spiegel online-hooplah, seine nacktmull-abteilung ausgelagert.
dort findet sich jetzt auch ein hinweis auf die amerikanische, und jüngst hier angelaufene, fernsehserie kim possible mit ihrem kleinen star rufus, dem nacktmull. insbesondere aber setzt zoidworld einen link auf das weblog einer texanerin mit dem schönen nickname zombie, die im vergangenen oktober beim einkauf unversehens und ahnungslos über rufus-merchandise stolperte:
frau feldbusch, pardon, frau pooth, hat das mit dem neuen namensrecht nur bedingt verstanden. mal sehen, ob sich der name durchsetzen wird.
Jeder braucht Lebensmittel: Brot, Käse, Liebe. (graffito, bonn 1995)
Doch was ist wirklich geschehen? Ein zur Abschiebung Vorgesehener, der bislang alle behördlichen Auflagen erfüllt hat, ist zum Zeitpunkt seiner geplanten Ingewahrsamnahme nicht daheim. Das musste er auch nicht.
(taz, via plasticthinking)
und was soll eigentlich ein "hassprediger", ob mit oder ohne anführungszeichen, genau sein? bzw. mitglieder welcher politischer parteien wären evtl. noch dazu zu rechnen?
oder: container auf ringsuche.
war'n lustiger monat hier im blog. es ging ja gemütlich los und nix passierte, es schauten nur die üblichen verdächtigen ab und an mal herein. und dann war 17. mai.
Am effektivsten schützen Sie sich vor böswilligen Hyperlinks, indem Sie sie einfach nicht anklicken. Geben Sie stattdessen den URL der Zieladresse manuell in die Adressleiste ein. Dadurch können Sie sicherstellen, dass Internet Explorer den richtigen URL verwendet, um auf die gewünschte Website zu gelangen. Geben Sie den URL in die Adressleiste ein, und drücken Sie die [EINGABETASTE].
microsofts knowledge base (Schritte, die helfen können, gefälschte ("Spoof"-) Websites und böswillige Hyperlinks zu erkennen und sich vor ihnen zu schützen) erklärt den menschen, warum sie sinn und zweck von hypertext ignorieren sollen, um sich nicht durch die programmfehler im internet explorer den computer zerschießen zu lassen (via fundsachen).
noch ein grund, warum wohl nigel mcfarlane recht hat, der in den neuen browser-kriegen einen krieg von microsoft gegen das www sieht: This time, it's for keeps. dieses mal geht es um offene standards, um demokratie und freiheit. schwere worte (via the very large orange), die zu lesen nicht schaden kann.
sonne - wonne.
brust - lust.
wurst - durst.
(way east, too.)
für cryptonomiconistinnen und andere cyphergeifer: bletchley park (via megawatt)
If the message is Time Inc.'s corporate "property," what is it doing in my in-box without an invitation? Trespassing?
jack shafer von slate hat eine email mit angehängter angstklausel bekommen und sich mit seinem imaginären anwalt beraten. hehe.
After reading, please burn this Web posting and then send your most hilarious disclaimer to pressbox@hotmail.com. (E-mail may be quoted by name unless the writer stipulates otherwise.)
(via webpropaganda)

aus dem titanic-magazin.de/shop
mit hunden.
die wikipedia hat ein schickes neues layout. dahinter stecken leider kräftig html-tabellen, aber schick sieht's allemal aus. und übersichtlich, imho.

lieber suhrkamp-verlag,
du bist mein freund. deine bücher füllen meine regale auf mehreren metern, sie säumen die jahre meines studiums wie straßenlaternen den heimweg nach durchzechten nächten: manch eine möchte man umarmen, manche aus dankbarkeit für's gespendete licht, manche einfach nur aus zuneigung für alles, was herumsteht und halt bietet.
du hast, alas, immer noch mühe auf dem weg ins 21. jahrhundert. der "homepage"-link auf der sitemap deines webauftritts, der reichlich seltsam positioniert ist, er führt ins leere, nirvana, never- und nowhereland: 404 resource not found; und, seien wir mal ehrlich, die sitemap will zum restlichen aussehen deiner seite nicht so recht passen (aber was paßt da schon?).
und ach! deine dropdown-schnellauswahl führt bei jedem klick zu einer warnung: die url ist ungültig und kann nicht geladen werden. macht aber auch nix, schließlich ist die mittlere spalte mit all den hübschen teilverlagen nicht ganz sichtbar - weiß der geier, was da ganz unten noch steht. oder liegt's vielleicht nur an meinem weitgehend standardkonformen browser? sieht jedenfalls nicht gut aus.
das alles wollte ich deinem webdesigner gerne sagen. leider hatte er keine e-mail-adresse.
deine bücher sind trotzdem toll. hab schon wieder eins auf meiner einkaufsliste.
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© 2004 Rochus Wolff
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