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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
der spiegel hat jetzt den kleinen artikel über nacktmulle aus der dieswöchigen ausgabe, auf den mich (dankeschön!) nicole und tina nahezu zeitgleich hingewiesen hatten, doch noch online gestellt. die inhaltliche nachricht ist natürlich keineswegs neu - siehe etwa diesen link bzw. die dazugehörige ursprüngliche presseerklärung vom 14. november letzten jahres.
stattdessen setzt der spiegel wie eh und je alle auf den skurrilitäts-mehrwert meiner possierlichen lieblingstierchen und latürnich insbesondere auf ihre häßlichkeit; wobei die autorin barbara supp behende dem gerne benutzten bild "schrumpeliger penis mit zähnen" (note to self: dies ist möglicherweise ein ansatzpunkt, um in der psychoanalytische theorie der "vagina dentata" einen "penis dentatus" gegenüberzustellen. dies ausarbeiten!), oder was da an bildern noch so kursiert, ausweicht.
Der Nacktmull ist ein nacktes, runzliges, rosafarbenes, Schnurrbart tragendes Nagetier mit Überbiss, das mit dem Ruf durch das Leben geht, es sei das hässlichste Tier der Welt.
in der tat, mit diesem ruf muß heterocephalus glaber leben - ich persönlich finde grottenolme (bild) bedeutend häßlicher; doch über geschmack kann man kaum streiten. auch der schmerzforscher thomas park hat anscheinend seine lektion gelernt:
Er findet sie nicht mehr hässlich. Findet es ungerecht, wenn man Nacktmulle mit geplatzten Hot Dogs vergleicht. Neuerdings findet er, dass sie "putzig" aussehen.
addendum 17. mai 2004:
willkommen, liebe spiegel online-leserinnen - seht euch ruhig um und beachtet bitte auch die links zu nacktmullen, die sich bei mir angesammelt haben sowie vor allem die eigene seite, die ich diesen liebenswerten geschöpfen gewidmet habe. (bis heterocephalusglaber.de fertig ist, wird es allerdings noch ein wenig dauern.)
in den nächsten tagen werde ich noch einige photographien von einem besuch bei den nacktmullen in dresden online stellen.
[oh, und es muß natürlich heißen: "stattdessen setzt der spiegel wie eh und je allein auf den skurrilitäts-mehrwert ..."]
"note to self" zeigt, dass Sie keine Ahnung von English haben, Sie Dummbacke! "Myself" sollte es sein. Armes Deutschland. Weder "Spiegel" noch seine Leser koennen English und nicht mal Deutsch.
Fucking Krauts!
Carl
von Dr. Carl Barray, Zeit: 17.05.04 21:01ach - die eleganz des one-hand-ranting. die vermeintliche subversion der kraut-beschimpfung. die zarte arroganz des doktortitels.
[ich fühle mich in guter "note to self"-gesellschaft.]
von rrho, Zeit: 17.05.04 21:23wissense herr wolff.
das hat man eben dann davon, wenn der spiegel links setzt.
zuhauf ungebetene gäste (oops!). naja, nicht ungebeten. aber zumindest überkritische ~.
wenn die SpO-klientel bei dem eigenen verein doch mal genauso kritisch wäre & die autoren mit hörer leser-post geisseln würde.
bei dem laden (und ja, ich lese den auch) vergeht nämlich kaum ein tag, an dem man nicht mindestens zwei rechtschreibfehler o.ä. findet.
wenigstens besser als die kollegen bei n-tv [http://waldar.twoday.net/stories/219369]. aber das ist ja auch rtl.
beziehungsweise bertelsmann [www.bertelsmann.com/divisions/rtl_group/profile/profile.cfm].
und der spiegel ist ja zum glück unabhängig. und gehört nur zum teil gruner&jahr [www.spiegelgruppe.de/unternehmen/index.htm#/unternehmen/gesellschafterundbeteiligungen/content.htm].
oh moment. wem gehört der verlag nochmal? wie? bertelsmann [www.bertelsmann.com/divisions/gruner_jahr/profile/profile.cfm]?! echt?
ach .com, egal! einheitsbrei...
Salve, Roche!
Na sowas, Du wirst ja noch ein Superstar!
Erst ein Interview mit Uli Wickert in den Tagesthemen, dann eine eigene Kolumne im wiederbelebten SZ-Magazin und jetzt ein Link von Spiegel-Online. Was kommt wohl als nächstes? Vielleicht der langerhoffte Auftritt beim Grand Prix?
Oh, und was sagt eigentlich Steffi zu den Gerüchten, Du hättest aufgrund der neugewonnenen Prominenz eine Affäre mit Sandra Bullock? :-p
Tja - der Mr. der in der Versenkung verschwunden ist und auf Emails nicht reagiert, kommt wieder ans Tageslicht: Habe heute den Link weitergeleitet bekommen über Nacktmull ... und musste unwillkürlich an Japan zurückdenken. Meine erste Begegnung mit dem Nacktmull kam durch die Post zu mir :) - und auch wenn die Geschichte nie fortgesetzt wurde, hat es doch Kultstatus erreicht ... soso.
Und auf diese Weise stolpere ich auch noch über "Dr. Christoph" *smile* so begegnet man alten Bekannten -
viele Grüße an alle, die mich kennen ...
am dicksten natürlich an dich, lieber Rho
Hallo,
habe vor einiger Zeit folgendes Gedicht geschrieben. Hoffe, es gefällt.
MfG
Rolf Menrath
Der Nacktmull
Der Nacktmull gilt als besonders reinlich,
weil, dreckig ist ihm Nacktsein peinlich.
Immer, wenn ihn die Feinde erschrecken,
muß er unterirdisch sich verstecken,
wobei er sich komplett verschmutzt-
es dauert Stunden, bis er geputzt.
Die ganze Tierwelt scheint ihm versessen,
ihn ohne Haar und mit Haut zu fressen.
Dem possierlichen Burschen ist fast alles egal,
nur nicht, daß er überall kahl.
Er hätte gerne vom Kater das Fell,
dazu vom Hund das laute Gebell.
Schenkte ihm jemand des Hirschen Geweih,
so wär es mit seiner Feigheit vorbei.
Er würde es uns allen zeigen
und andere unter die Erde treiben.
Dann würden wir wissen,
Jawoll! und jawull,
wie er sich fühlt,
der nackte Mull.
Bzgl der Häßlichkeit von Grottenolmen: die sind nicht häßlich!
Grottenolmin
Die heißeste Tasse in der Grotte,
war die fesche Olmin Lotte.
Ihr war ich exzessiv verfallen,
wenn sie es wollte, kroch ich auf allen
vieren vor ihr her.
So voll das Herz, das Hirn so leer!
Sie brachte mir bei, ohne Augen zu sehen.
Ich lehrte sie das aufrechte Gehen
und war, soviel steht außer Frage,
der allerglücklichste Mann unter Tage.
Doch, wie so oft bei Hominiden,
war meinem Glück keine Zukunft beschieden.
Der Grottenolmkönig Theophil –
dem unsere Liebe schwer mißfiel –
zwang mich zum Verlassen der Grotte.
Mir blieb nur ein Photo von Lotte.
Es zeigt einen Schwanzlurch von Eleganz,
mit gekieltem Ruderschwanz.
Die Kiemenbüschel leuchtend rot –
vielleicht ist sie schon lange tot?
Seht ihr mich kauern am Eingang der Höhle,
bitte nicht stören, ich habe Geföhle.
Auch ich bin seit einigen Tagen begeisterter Fan dieser possierlichen Tierchen! Ich ging sogar so weit, mich selbst als Nacktmull zu inszenieren. Nachzuschauen auf meiner Homepage! Schnell nachsehen!
Gruß,
Der wahre Keks
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© 2004 Rochus Wolff
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