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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
im web gibt's so viele bilder, da wird einem ganz schwindelig... (via titanic)
da gibt es zum beispiel stock exchange, "the leading free stock photo site" mit weitgehenden freiheiten für die nutzung der bilder.
auch die pixelquelle wirbt mit lizenzfreien photos.
bei fotocommunity.de hingegen steht der austausch über die hochgeladenen bilder im vordergrund, die teilweise sehr sehenswert sind. und es gibt neben einem anscheinend regen austausch & sozialleben der mitglieder auch allerlei kategorien - etwa geographische und eher alberne.
auch zu berlin gibt es einige schöne, und manches sähe man gerne öfter einmal, z.b. auf seinem desktop.
dann gibt es pan-o-rama mit schönen panoramen, und die außerlomografische opposition mit photos aus digitalkameras, "die wenig kosten und nicht viel mehr können".
phototag schickt kameras auf die reise und hofft, daß sie irgendwann zurückkommen - die schnellste war nach 54 tagen zurück, manche brauchen etwas länger.
daniel bogan's waferbaby enthält die sehr zum stöbern versuchende photo-seite mit zahlreichen teilprojekten, all you can eat: von spielzeug über haustiere bis natürlich (preiset die zusammenstellung) sex. und augen, obfishly.
den größten zeitvertreib und -schwund von allen fabriziert aber der phantastische google random image generator, der digitalkamera-bilder (gerne auch geographisch begrenzt) sucht und findet und findet und findet und findet... bilder, die dann einladen, noch ein bißchen weiterzusuchen und zu gucken usw. usf. p.p.
addendum: gerade noch auf photocase.de gestoßen. sehenswert.
nein, gesehen habe ich den murks nicht, und nach dem heutigen vernichtenden urteil einer freundin ("einfallslos, schlecht gespielt, viel gewalt" - also doch splatter?) werde ich das allenfalls tun, wenn mir jemand noch einen guten grund nennt. (und nein, ich glaube nicht, daß er gut für mein seelenheil sein könnte.)
im grunde bestätigt alles, was ich höre und lese, meinen nagenden verdacht, rüdiger suchsland könnte einfach recht haben.
nachdem der wäscheanhänger jetzt, dank des eintrags bei boingboing und des artikels bei spiegel online (wie dort üblich, ohne wirklich nennenswerte recherche) bei skeptomai endgültig nicht mehr erreichbar ist (zu viel traffic, würde ich mal behaupten), hier zum nachlesen noch einmal der ganze text nebst bild von ninidra.

"nous sommes désolés que notre président soit un idiot. nous n'avons pas voté pour lui."
... schreibt der liebe m. er hat, wie stets, recht: ein wenig übung würde der redaktion noch gut tun. die leserinnen werden sicherheitshalber vorgewarnt:

screenshot von bild.t-online.de
eine titelseite also voll mit verlogenen kanzlerlobhudeleien - das läuft bei bild schon als originell. currywurst verhindert graue haare ist da noch das beste.
auch mit der selbstironie ist es nicht so weit her, wie das gewinner/verlierer bildchen nebst dazugehörigem text zeigt.

screenshot von bild.t-online.de
gewinner
ganz weiter karrieresprung für kanzler-gattin doris schröder-köpf (40). die sympathische augsburgerin übernimmt mit sofortiger wirkung die chefredaktion von bild. dort wird sie sehr viele alte und gute bekannte wieder treffen: im bonner bild-büro galt die gelernte journalistin ("focus", "express") einst als hoffnungsvolles nachwuchstalent. bild meint: welcome back!
verlierer
kai diekmann (39), ex-bild-chef, kriegt auch nach seiner amtszeit als chefredakteur der größten zeitung europas keine minute gespräch mit kanzler gerhard schröder. und im regierungs-jet ist er natürlich auch auf lebenszeit von der passagierliste gestrichen. bild meint: geschieht ihm recht!
von wegen bissigkeit: den verweis auf die größte zeitung europas mag man sich nicht verkneifen, und mit seinem chef geht man ja auch nicht zu rüde um. die bissigkeit wie die witzischkeit der bild-zeitung gehörten schon immer eher in die kategorie kläffender, sabbernder köter.
... ist so eine bille natürlich nicht, aber die vermehrte klar- und scharfsicht ist schon spürbar. bzw. nach einer weile nicht mehr so sehr, weil man schon nicht mehr weiß, liegt's an der brille oder an der anpassung der augen, daß man ohne brille nicht mehr so gut sieht? denn so schlecht sind die werte ja noch nicht, daß ich ohne brille nichts mehr sähe.
abgeholt habe ich sie also heute, viel geld dabei gelassen und weitsicht gewonnen. dennoch ist es seltsam. erst einmal ist da die lästige ungewohnheit, überhaupt brille zu tragen (die bügel drücken aber auch hinter den ohren, muß morgen noch mal zum optiker). dann bin ich ob des seltsamen rahmens in meinem gesichtsfeld andauernd versucht, an der brille vorbeizuschauen, und merke dabei nur, wie eingeschränkt das brillenträgerinnengesichtsfeld so ist. und letztens ist das irritierendste, daß durch dieses kästchen - als trüge ich einen bildschirm vor mir her - die welt erscheint, als sei eine zusätzliche (medientheorie! medientheorie!) vermittlungsebene zwischengeschoben - als sei ich bei diesem gespräch gar nicht so richtig anwesend, sondern sähe alles nur auf den zwei schirmen, die meine brillengläser sind.
sehr eigenartig. vielleicht sind es aber die normalen "kinderkrankheiten" eines neu bebrillten menschen, und ich bin nur so alt schon, daß ich mir darüber trefflich allerlei nutzlose gedanken machen kann. jetzt aber wieder auf die nase, das fahrrad! (und auf einmal ist auch die kleine schrift auf dem monitor gut lesbar.)
hinzuweisen ist noch vorankündigend auf diese ausstellung von volker gerling, der daumenkinographie macht. ausstellung vom 18. april bis 17. mai 2004 in der galerie engler & piper, kastanienallee 67, 10119 berlin mitte. die daumenkinos sind sehr schön, und auch die sogenannten richtigen medien haben sich des herren schon einmal angenommen. hingehn!
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© 2004 Rochus Wolff
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