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rochuswolff.de
[i:rrhoblog]
wie die alties sind jetzt, rechtzeitig vor den oscars, auch die razzies - die goldenen himbeeren - vergeben worden.
gigli hat's dabei schwer erwischt, ebenso wie charlie's angels - full throttle und sylvester stallone. auch dies keine rechten überraschungen - wie es auch heute nacht kaum erstaunen geben wird. denk ich ma.
sapperlot interj. s. sackerlot
sackerlot interj. obsolet entlehnt aus frz. sacrelot, das eine entstellung von frz. sacré nom (de dieu) ist. noch weiter geht die entstellung zu sapperlot.
aus: kluge: etymologisches wörterbuch der deutschen sprache.
heute abend um sechs beginnt ja das diesjährige rennen um die schönsten torten-(und natürlich auch balken-)graphiken. für den 13. juni sollte man jetzt schon einmal seine tortenparty zur europa- und diversen anderen wahlen planen.
dies nur als nutzlose einleitung; das folgende beispiel für wirklich ohne einen hauch des begreifens eingesetzte tortengraphiken habe ich bereits vor einiger zeit - auf der suche nach bezahlbarer krankenversicherung - auf meinem bildschirm gefunden und aufgenommen:

screenshot von billig-krankenversichern.de
ich rechnete auch nicht mehr damit, es wiederzufinden, aber, doch, es ist noch da.
"the duplex" ist keineswegs immer sehr witzig, aber heute allemal eine honorable mention wert, in der kategorie fan man fan, mann: you guys made the cover of "bad housekeeping".
8600 erfasste vergewaltigungen und fälle sexueller nötigung gab es laut bka im letzten jahr in deutschland. die dunkelziffer wird vier- bis fünfmal so hoch eingeschätzt.
fern von zahlenhuberei erzählt anne siemens für die wochenendbeilage der süddeutschen "eine ganz normale geschichte" von vergewaltigung in deutschland.
just in case you didn't notice, here's some guidance.
martin walser verläßt suhrkamp. das ist den beobachterinnen der literaturszene jetzt kaum ein zucken der augenbrauen wert, eher war es lange schon erwartet wurden. man passte ja nicht mehr so recht zueinander, nach dem ableben des herrn unseld. usw.
bemerkenswert ist da schon eher, und da hat die süddeutsche heute einen kleinen scoop gelandet, daß er alle seine bücher mitnimmt:
wie die süddeutsche zeitung erfuhr, hatte walser im jahre 1997 mit unseld eine regelung getroffen, wonach er die rechte an seinem gesamtwerk zurückfordern kann, sobald unseld nicht mehr geschäftsführer des verlages ist. eine solche regelung ist beispiellos. während sich ein verlagswechsel sonst in erster linie auf die künftigen bücher eines autors bezieht, kann walser nun auch alle bisher erschienenen werke von suhrkamp zu rowohlt transferieren. es wirft dies ein merkwürdiges licht auch auf den verleger unseld, der ohne not eine entscheidung fällte, die suhrkamp in der nach-unseld-zeit erwartbar in der substanz treffen musste.
fürwahr. man muß ja m. walser nicht besonders mögen (und seine texte auch nicht), um zu sehen, daß seine bücher doch immer noch ordentlich gekauft wurden - was bei suhrkamp ja nicht unbedingt auf alle autorinnen zutrifft. nunja. man kann spekulieren, daß unseld und walser ein szenario vorhersahen, in dem walser sich bei suhrkamp nicht mehr "zu hause" fühlen könnte, und deshalb quasi freundschaftlich eine solche regelung sich erdachten.
der "offene brief von martin walser über seinen abschied vom suhrkamp-verlag", den spiegel online jetzt veröffentlicht hat, gibt darüber keine auskunft, wenn er auch (wohl nur zum teil) beschreibt, warum er suhrkamp verläßt:
ich bin dreimal ins blitzlicht einer zeitgeistfraktion geraten, die sich auf die aufklärung beruft und nach autorität trachtet. zum ersten mal 1995 [...], dann 1998 [...], und 2002 ("tod eines kritikers"). beim dritten mal wurde von außen, unter verletzung geltender regeln, ein skandal angezettelt, und ich wurde zeuge, wie die verlagsleitung vor dieser autorität in die knie ging. siegfried unseld wäre nicht in die knie gegangen.
natürlich sieht sich walser also als verfolgter, den der verlag verlassen hat. auch das ist nicht neu, und da hat er sich nicht geändert, aus der schmollecke ist er nie so recht herausgekommen. "sie alle wissen, dass die so genannte suhrkamp-kultur [...] immer auch die kultur einer bestimmten denk- und verhaltenstugend" war - und die, so bedeutet das, ohne recht ausgesprochen zu sein, sei unter ulla berkéwicz eben nicht mehr vorhanden.
das eigentlich traurige daran ist, daß walser wiederum, ganz literat, um den heißen brei herumstreicht, anstatt mal tacheles zu reden. schon bei seiner rede in der paulskirche mußte man ja geradezu mit linguistischem handwerkszeug hantieren, nur um dann nachher feststellen zu können, daß er wirklich ungeheuerliches gesagt hatte - und bis heute glaubt er's selber nicht.
auf die antwortversuche des feuilletons darauf, warum unseld nun seinem (und sehr seinem!) verlag so schadete, die darf man jetzt fröhlich erwarten. es beginnt, mit sicherheit, morgen früh die frankfurter sonntagszeitung. auf in die schlacht am blätterwald!
gerade rechtzeitig vor der schalttäglichen oscar-verleihung (wieder einmal eine späte nacht für filmfreundinnen) hat alternet zum zweiten mal die alties verliehen. die alternativ-oscars - von der wohl mehrheitlich amerikanischen "public jury" vergeben - gehen dieses jahr an:
truth to power award (documentary): uncovered: the whole truth about the iraq war
you can't make this stuff up (documentary): winged migration
best 'feel bad' movie: mystic river
in the spirit of catherine deneuve (mein liebster altie): swimming pool
laugh out loud movie: a mighty wind
misfits unite and triumph: lost in translation
transformative love: lost in translation
guilty pleasure: pirates of the caribbean: the curse of the black pearl (sehr wahr --- und die alternet-redaktion berichtet dazu: " 'pretty people breaking the rules and saving the day,' wrote mary mueller. sounds guilt-free to us.")
the 'still wishing you could get your money back' award: the matrix reloaded (ouch!)
the big award: lord of the rings: return of the king (q. e. expectandum)
natürlich saßen, der witz war schon alt, bevor titanic ihn brachte (weil einfach zu naheliegend), in beiden beteiligten fahrzeugen gurken. aber, zugegeben, es war nur eine frage der zeit, bis zumindest die gurken aus dem lkw bei ebay auftauchen würden. daniel k. wird's da vorerst hoffentlich noch nicht geben. gute besserung. (via arianamania, die auch zeigt, wo die gurken angeblich herkommen)
wenn man t-online lebt, hat man vielleicht mehr gemeinschaft als anders online - schreibt spiegel online. daß der magentafarbene riese so seine sicherheitsprobleme hat (abgesehen von einer der schrecklichsten und unübersichtlichsten startseiten des deutschen internet) ist ja nix neues. doch verweist man dann, ganz kotau, zur sicherung des eigenen wlan doch auf eine seite desselben. empfehlenswerter erscheint da doch, nur zum beispiel, die entsprechende broschüre des bundesamtes für sicherheit in der informationstechnik.
manche böse geister sind ja irgendwie auch niedlich: "ein schadroutine hat der wurm nicht, am 26. februar versucht er allerdings zwischen 6 und 8 uhr morgens den pc-lautsprecher zu piepen zu bringen." sagt heise security vom arg mutierten netsky-wurm. piep piep piep...
vor einiger zeit war ich bei einer amerikanischen freundin zum abendessen gemeinsam mit einem mir bis dahin unbekannten kanadischen ehepaar eingeladen. zur verabschiedung, als ich den beiden die hände reichte, kam das gespräch auf die deutschen eigenheiten beim händeschütteln.
schon ein kurzer gedankenaustausch zu dieser frage machte offenbar, daß es sich hierbei um keine einfache angelegenheit handelt, die vor allem für nicht-deutsche eine echte herausforderung darstellt. wann reicht man die hand, wann nicht? wann ist es höflich, das zu tun, wann geradezu eine abweisende geste? ab welchem freundschaftsgrad umarmt man sich in welcher altersstufe mit wem? etc. der variationen sind kein ende, und vielleicht sollte man einfach einmal einen ratgeber zu diesem thema verfassen, der dann allerdings lauter sätze im konjunktiv enthalten müßte - man muß ja nur die eigene soziale enklave verlassen und ist schon hemmungslos verloren, was umgangsformen angeht, arianne sommer hin, prinz asfa-wossen asserate her.
wie die süddeutsche heute amüsiert berichtet, hat die integrationsbeauftragte der bundesregierung jetzt ein handbuch für deutschland herausgegeben, das "fremden" deutschland erklären soll. zumindest online findet sich, außer einer kleinen graphik nichts zum thema händeschütteln. mal schaun: ich habe mir jedenfalls ein exemplar bestellt.
nach meinen letzten wetterberichten hat sich jetzt einfach beides vermischt: es liegt schnell schmelzender schnee, die sonne scheint. es ist kalt und warm ums herz. aloha berlin, allemal besser als berlin hei[terkeit und]jo[kus].
spiegel online, wie stets dicht am puls der aber auch allerneuesten entwicklungen, hat wikipedia entdeckt. leider weisen sie nicht darauf hin, daß sich so schöne dinge dort finden wie listen von wort- oder satzpalindromen, oder daß der link zu einem zufälligen artikel zuweilen zu wirklich außergewöhnlichen (usw.) und sehr interessanten artikeln führt. er ahmt, und deshalb allein schon soll man wikipedia lieben, aufs schönste das blättern in einem wörterbuch nach.
wie eine räuberpistole kommt philipp mausshardts geschichte über zoran djindjic in der taz daher: konkurrierende mafia-clans, eine betrogene ehefrau - und ein regierungschef als opfer quasi nebenbei. ob etwas dran ist an der geschichte? vielleicht erfahren wir's ja noch.
ach, nee. susan stahnke verlangt schmerzensgeld von caroline beil. bislang konnte man ja sagen, die bösen medien und so, aber das ist nun wirklich humorlose selbstdemontage, vor allem weil es den medien nach belieben erlaubt, die zu bezahlende beleidigung zu wiederholen. again and again. gähn.
jetzt sind auch photographien zu sehen, die meinereiner einst gemacht zu haben vorgeben will. zu finden unter wasmachen > photos. kommentare sind stets willkommen!
in dem bericht bei salon.com geht es um technischen support in den usa, aber das ganze klingt doch sehr nach den geschichten, die ich so aus meinem umfeld mit call-center-erfahrung auch schon gehört habe. zwölf minuten zeit, aber keine ahnung. oder: anrufen und verkaufen, koste es, was es wolle...
die neue c't enthält (leider nur offline) einen gruseligen investigativ-artikel über die verbindungen von viren- und trojanerschreibern und professionellen spammern (ein bißchen staatstragendes selbstlob ist auch dabei: nach den recherchen eines marburger studenten und der c't ermitteln jetzt scotland yard, das fbi usw.). mit schönen aussichten: die szene "professionalisiere" sich; zu erwarten ist also kein abnehmen der virenflut, sondern für geld geschriebene. na klasse. jetzt muß ich doch mal mein linux installieren, glaube ich...
nur angedeutet wird die frage, ob nicht die security-firmen durchaus ein interesse daran haben, die virenflut nicht abebben zu lassen und die verantwortlichen nicht zu belangen. man will ja auch was verkaufen.
schon seltsam, daß nach erfolgter trennung in, anscheinend, gegenseitigem einvernehmen (was sollen puppen sich auch anschreien), barbie schon wieder einen neuen hat (den sie, ganz celebrity, der öffentlichkeit noch vorenthält), während von ken nur zu hören ist, er bleibe weiterhin ein guter freund. liz langley kennt die antwort: ken ist eigentlich schwul und geht jetzt nach kanada.
die taz berichtet in einem der heutigen tagesthemen über die morgen anstehenden parlamentswahlen im iran, die wohl zur farce geraten werden. bahman nirumand beschreibt, wie das politisch zu halten sein wird - nämlich am vorbild von china orientiert - und zugleich, wie man das rechtfertigt - mit dem vorbild der usa vor augen:
niemand zweifelt mehr daran: die islamisten werden aus den iranischen parlamentswahlen als sieger hervorgehen. bedenken, die erwartete niedrige wahlbeteiligung betreffend, werden von den konservativen beiseite gewischt. [...] auch exstaatspräsident haschemi rafsandschani, mächtigster drahtzieher der konservativen, hat schon vorgebaut: auch in den usa liege die wahlbeteiligung gewöhnlich bei dreißig bis vierzig prozent, sagte er. es habe dort bei den letzten präsidentschaftswahlen sogar wahlfälschungen gegeben.
für alternet schreibt naeem mohaiemen eine hübsche geschichte darüber, was passiert, wenn in bangladesh hergestellte bootleg-dvds mit untertiteln versehen werden. von menschen, die des englischen allenfalls als zweitsprache mächtig sind. "and i imagine was quite equilibrium, mr. quatermain."
doch, doch, der frühling naht! wie zuvor nur im spätsommer und frühen herbst scheint heute die sonne durchs küchen- und durchs badezimmerfenster. (kühl ist es, scheint mir, dennoch weiterhin.) licht! mehr davon!
holger liebs hat sich für die sueddeutsche die berlin biennale angesehen, und sie hat ihm nur in teilen wirklich gut gefallen. lesenswert ironisch ist der artikel allemal, und sei es nur wegen einer schönen stelle:
so sitzt man also da, im hub "sonische landschaften", die kopfhörermuscheln über den ohren, und eine musikerin erzählt in einem video gestenreich, dass das gitarrespielen männlichen masturbationsbewegungen gleiche - sie selbst wolle lieber weibliche masturbationsbewegungen imitieren, also auf knöpfe drücken. das ist zumindest mal ein angenehm ironisches statement zur elektronischen musik von frauen, und von malaria! bis chicks on speed oder peaches ist in den kunst-werken entsprechendes videomaterial zuhauf abrufbar.
ich glaube ja auch schon alles. als ich kürzlich eher gelangweilt in einem lifestyle-magazine blätterte (mit der betonung auf style eher denn auf life), stieß ich nach seiten voller handys mit eingebauter kamera und anderer gadgets, die man nicht so recht brauchen will, auf dieses bild:

und, by gosh and golly, für einen moment glaubte ich wirklich, es gebe jetzt den ersten bartschneider mit eingebauter kamera.
immerhin weiß ich jetzt, warum franka potente am vergangenen wochenende tatsächlich in berlin und in der vorstellung der "tulse luper suitcases" zugegen war: zur zeit wird in berlin an der fortsetzung von "the bourne identity", "the bourne supremacy", gedreht. so konnte ich heute vor dem kino international die aufnahmen für einen autostunt beobachten.
matt damon habe ich noch nicht gesehen.
juan moreno schreibt in der sz-wochenendbeilage eine nette kleine glosse über "was das herz begehrt" ("something's gotta give") und zerlegt die dem film zugrunde liegende liebesideologie auf das allerfeinste. seine conclusio:
wenn man den film "was das herz begehrt", der in amerika sehr erfolgreich war und es auch hier sein wird, wenn man diesen film also interpretiert, dann ergibt sich folgendes: männer sollten bis zum ende ihrer libido oder wenigstens der medizinischen verantwortbarkeit ihres viagrakonsums mit jungen frauen schlafen. sie können ruhig zu bindungsunfähigen, egozentrischen und unfairen kühlschränken werden, denn ältere frauen werden später auf sie warten, um ihnen eine art emotionales sterbehospiz zu sein. dafür müssen die männer mit den älteren frauen schlafen, wofür diese sehr dankbar sind. die andere aussage ist, dass junge männer, die sich für interessante, ältere frauen interessieren und es damit ehrlich meinen, vermutlich scheitern werden, weil ältere frauen nicht fähig sind, ehrliches interesse zu erkennen.
scary. way scary, man. in diesem japanischen horrorfilm (homepage (jap.), imdb) darf man erschrecken, was das zeug hält - und wird auch noch, mal um mal, in die irre geführt. nicht wenige menschen dürften nach diesem film ihr handy abgemeldet haben.
die story ist einfach: mensch erhält einen anruf, auf seiner mailbox bleibt etwas zu hören. der anruf kommt vom eigenen handy - anscheinend aus der zukunft. und wie sich dann herausstellt, wurde auf der mailbox der moment des todes festgehalten. die junge yumi, die immer mehr freunde auf diese weise verliert, versucht herauszufinden, was hinter diesen ereignissen steckt. and it's not pretty...
will ja auch keiner, wenn's ein horrorfilm sein soll. dieser aber ist wirklich recht ordentlich inszeniert, gar erschröcklich und hat wahrscheinlich einen der häßlichsten tode des jüngeren horrorkinos vorzuweisen. und am ende bleibt zumindest der westliche zuschauer, der hier schreibt, etwas ratlos zurück - denn auch wenn halbwegs aufgelöst wird, was denn nun vorher eigentlich warum passiert ist, was am ende passiert, weiß man um so weniger. vielleicht kann dazu jemand etwas sagen, die oder der sich mit japanischer kultur/japanischem film etwas mehr auskennt als ich. kommentare sind herzlich willkommen.
im fernsehen erklärt gerade brigitte nielsen mit russischem akzent, wie toll dolph lundgren ist. rocky iv (1985) ist schon ein trauriges beispiel für den ausgehenden ost-west-konflikt: hie der familienmann prügel-rocky, da der kalte ivan, dessen ehefrau dann auch noch ein emotionsloses stück managerkacke ist.
zum ende hin wird rocky in den weiten der russischen landschaft trainieren, in einer blockhütte und so, während ivan im labor auf seinen sieg vorbereitet wird. rocky kämpft, weil er selbst es will und weil er so stark ist, der ivan wird gezwungen von seinem bösen regime. das dann am schluß in form von michael g. mit dem markanten muttermal dem wahren sieger aus den u.s.of a. natürlich doch applaudiert.
und der film ist natürlich am beispiel von apollo creed auch ein beispiel dafür, wie man sich durch den bedingungslosen glauben an den kampf der systeme nur ins jenseits befördern kann.
spiegel online berichtet kurz - und wenig informiert - über die ausstellung "body extensions" im museum bellerive in zürich.
dabei verweisen sie auch, allerdings ohne link, auf die künstlerin natasha vita-more und ihr projekt "primo 3m+" (dazu auch etwas hier). recht interessant.
und spiegel online kann wieder einmal recht nackerte frauen und madonna abbilden.
auch aus büchern von bram stoker kann man schlechte filme machen (anscheinend sogar recht problemlos). "the lair of the white worm" läßt außerdem hugh grant als lord und nachfahre eines drachentöters ziemlich albern aussehen; außerdem hat sein männlicher mitspieler peter capaldi manchmal solche ähnlichkeit mit ihm, daß man gar nicht recht sicher ist, wer wer ist. aber egal.
irgendwann wurde also ein drache erschlagen, oder vielleicht eher eine schlange, jedenfalls ein "white worm", und eine mysteriöse dame will ihm eine jungfrau opfern und zwischendurch noch einige andere leute beißen. sie ist eine mischung aus oversexed vampirin und schlange (im wortsinn), läßt sich von musik schlangenbeschwören, ist aber auch so clever, einfach ohrenstöpsel zu verwenden. außerdem hat sie meistens wenig oder gar nichts an; den frauen, die sie gefangennimmt, zieht sie dafür möglichst viel aus.
dazwischen kommen einige, anscheinend wegen der billigeren nachbearbeitung auf video gedrehte surreale traumsequenzen, in denen von phallischen speeren durchbohrte nonnen eine große rolle spielen. oh, und ein völlig unmotiviert auf- und dann im wortsinne untertauchender junger pfadfinder kommt auch noch vor, der von der bösen schlange, nachdem sie ihn im whirlpool eingeseift hat, gebissen oder kastriert wird oder beides. das alles hat, man ahnt es, keine wirkliche verbindung miteinander, und ist, ob freiwillig oder nicht, eher albern. nur die tatsache, daß der film offensichtlich genau weiß, wovon er redet, und seine phallischen elemente einem ebenso offensichtlich um die augen haut wie die vaginae dentatae, bewahrt ihn vor einem totalverriß: witzig gemeint ist das schon. leider, leider fehlt dem ganzen aber der esprit und die wild auswuchernde phantasie etwa eines "killer tongue".
andere sind anderer meinung: ausführliche betrachtungen und infos zum film finden sich auf einer website, die diesem "masterpiece of modern camp" zu seinem rechtmäßigen platz im gedächtnis der menschheit verhelfen will. na ja.
update 24.2.04: im netz finden sich natürlich auch online-ausgaben des textes von bram stoker.
hatte wohl auch der spiegel-online-redakteur jochen leffers, als er den teaser zu seinem jüngsten drogen-enthüllungsartikel verfaßte: über die "geheimnisvolle Verbindung zwischen Haschisch, Schokolade und Schulen". geheimnisvolle verbindung?

Screenshot von spiegel.de
schon seltsam, wenn der einzige eigentliche fremdkörper in einem film der einzige schauspieler unter den darstellerinnen ist. harvey keitel jedenfalls hat seinem berufsstand in dieses jahr in czernowitz (eine anspielung, bemerkte s* klug, auf den gruß nächstes jahr in jerusalem) keine besondere ehre. eher bestätigte er sämtliche vorurteile, die man so mit sich herumträgt - pathos, oberflächlichkeit und gesten, die einen tick zu groß geraten.
ansonsten dominiert, und das ist angenehm, das kleine, stille, tiefe. regisseur volker koepp schließt mit diesem dokumentarfilm an herr zwilling und frau zuckermann an (den ich leider noch nicht kenne, der aber 1999 auch auf der berlinale gezeigt worden ist) und erzählt von menschen, die selbst oder deren vorfahren aus czernowitz, dem heutigen tscherniwzi, oder aus der bukowina stammen. in den erzählungen, erinnerungen und erinnerten erzählungen ahnt man ein wie mythisch verklärtes vielvölkergemisch und -idyll, das vielleicht so harmonisch nie existiert haben mag, aus czernowitz aber jedenfalls verschwunden ist. umso lebendiger und freundlicher ist das, was man über die mitwirkenden erfahren darf - von mr keitel eben abgesehen, der nur wenig erzählt und noch weniger preisgibt.
die jugend von tscherniwzi - eine linguistik-studentin, die auch für das filmteam übersetzt, kommt ausführlich zu wort - bleibt manchmal unter mehr schlechten denn rechten bedingungen, aber als dieser tanja eine universitäre anstellung in deutschland winkt, sagt auch sie nicht nein. so endet der film in der bewegung (und in begegnung - die junge frau aus der bukowina heiratet einen deutschen), die er, von west nach ost, von ost nach west, schon vorher immer angedeutet hat.
mit schwung und pathos möchte man da das neue europa beschwören und wird vom regisseur gebremst, der berichtet, daß eine der protagonistinnen anderthalb wochen vor der berlinale-premiere verstorben ist.
johnny rottet ja wirklich...
aah, es ist getan. Die homepage ist jetzt online, auch wenn dies blog noch nicht zu sehen ist - da bedarf es noch einiger detailarbeit. doch für's erste ist der (noch spärliche) inhalt ebenso zufriedenstellend wie das aussehen.
flocken! dicke flocken! Und die tauben sitzen auf den ästen im baum gegenüber und ziehen sich ganz klein zusammen...
es gibt schon die ersten schoko-ostereier. und, hey, es ist noch nicht einmal karneval!
anastacia hat ja, so berichtet der boulevard, ihren brustkrebs gut überstanden. und weil man krankheiten - natürlich für einen guten zweck: nämlich die aufklärung bis besserung der ach so ahnungslosen massen - gerne an die öffentlichkeit trägt, am besten, wie zuletzt die vielgeschmähte susan stahnke mittels einer allzu öffentlichen darmspiegelung, schon in der prävention - darum also hat sich frau a. newkirk dazu entschlossen, die filmaufnahmen ihrer brustkrebsoperation der öffentlichkeit auf einer dvd zugänglich zu machen.
während die sängerin das anscheinend als aufruf zum kampf gegen den brustkrebs sehen will ("allen, die krebs haben, rufe ich zu: wehrt euch!", schreibt bild dazu), macht die berliner schmuddelpostille b.z. (aus deren u-bahn-fernsehen diese nachricht mich erreichte) eine leidensgeschichte daraus. "ich wollte zeigen, dass ich menschlich bin, dass ich weine, dass ich höllenschmerzen erlitten habe," wird die sängerin zitiert und dazu ein so tiefer einblick in ihr dekoletée gegeben, daß doch wieder klar ist: die welt ist in ordnung, die brüste der frau nicht angetastet.
mit entsetzen habe ich heute festgestellt, daß es ein amerikanisches remake von kletter-ida (klatretøsen - homepage, dt. homepage) geben wird - unter dem titel "catch that kid" (homepage) der trailer (groß, mittel, klein) läßt schlimmstes erwarten: eine technisch hochgezüchtete version des dänischen originals (im englischen verleih "catch that girl"), die wahrscheinlich sehr, sehr vergeblich versuchen dürfte, den charme und die eleganz desselben zu wiederholen.
erinnert sei, ach dänemark! deine filme sind besser!, nur an "nightwatch" von 1994 und sein gleichnamiges, drei jahre jüngeres remake, allerdings vom selben regisseur.
ich schaue zu wenig fern. oder wenigstens weniger als früher, und das ist wahrscheinlich eine gute sache.
eher zufällig habe ich gerade im begriff des zappens erfahren, daß es ab nächster woche auf pro 7 die sendung comeback geben soll. ex-stars wie limahl (hey, ein idol meiner jugend! *hüstel*) und so dürfen sich rauswählen lassen, nur wer drin bleibt, bekommt sein comeback.
mußten alle anderen schwören, nie wieder zu singen, und alle zuschauerInnen müssen die platten kaufen, die pro 7 uns sagt? ich verstehe nicht ganz, wie das funktionieren soll...
abgesehen davon, daß das "ich bin ein star, holt mich hier raus"-prinzip nun wirklich die seltsamsten blüten treibt. johnny rottet ja auch schon vor sich hin...
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